GEFÄHRLICH: Jetzt braucht es Kontrollen

Auf der Bahnhofstrasse in Bazenheid halten sich viele nicht an die Vorgabe «Tempo 30». Nun werden bei der Kantonspolizei St. Gallen Kontrollen beantragt.

Merken
Drucken
Teilen
Mehr als jeder Zweite hält sich hier nicht an Tempo 30. (Bild: GK)

Mehr als jeder Zweite hält sich hier nicht an Tempo 30. (Bild: GK)

Das ist ganz und gar kein Fortschritt: Bei einer Verkehrszählung im April haben sich auf der Bahnhofstrasse in Bazenheid nur noch 42 Prozent der durchschnittlich 600 Fahrzeuglenker pro Tag an Tempo 30 gehalten. Das sind um acht Prozent weniger als bei einer Zählung knapp ein Jahr davor. Jeder Dritte hatte zwischen 31 und 35 Stundenkilometern auf dem Tacho, weitere 18 Prozent waren mit 36 bis 40 km/h unterwegs. Immerhin 7 Prozent der Verkehrsteilnehmer befuhren die Bahnhofstrasse mit mehr als 40 km/h. «Dieser Wert ist eindeutig zu hoch», schreibt die Gemeinde Kirchberg in ihren aktuellen Mitteilungen. Denn eine Strasse wird als sicher betrachtet, wenn sich 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten.

Diese hohen Messwerte sind auch darum Besorgnis erregend, weil sich die Kindertagesstätte Mühleli an der Bahnhofstrasse 31 befindet und im Umfeld von Kindern besonders vorsichtig gefahren werden sollte. Die Betreiber dieser Kita, aber auch Anwohner und Eltern übermittelten bereits im vergangenen Jahr ihre Bedenken an die Kirchberger Ratskanzlei. Der Aufruf, sich unbedingt an Tempo 30 zu halten, blieb ohne Wirkung. Darum wird nun bei der Kantonspolizei St. Gallen ­beantragt, an der Bazenheider Bahnhofstrasse Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Sollte auch diese Massnahme erfolglos verhallen, wird der Gemeinderat bauliche Massnahmen prüfen. Diese müssen so wirksam sein, dass sich 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch