Geblieben ist die Dörflichkeit

Geschenkartikel, Accessoires, Kunst, Raclette und Glühwein: Am 30. November ist Weihnachtsmarkt in Wolfertswil, der 20. seit dessen Bestehen. Viel hat sich seither verändert, das Wesentliche aber ist geblieben.

Andrea Häusler
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Prisca Kessler hat Grund zur Vorfreude: Der Wolfertswiler Weihnachtsmarkt steht vor der 20. Auflage. (Bild: Andrea Häusler)

Prisca Kessler hat Grund zur Vorfreude: Der Wolfertswiler Weihnachtsmarkt steht vor der 20. Auflage. (Bild: Andrea Häusler)

WOLFERTSWIL. Prisca Kessler ist Aktuarin im fünfköpfigen Vorstand des 2008 gegründeten Vereins «Weihnachtsmarkt Wolfertswil», aktive Helferin, frühere Ausstellerin und seit Jahren einer der kreativen Köpfe im Vorbereitungs-Team des Marktevents. Die organisatorischen Hürden vor der «Jubiläums-Auflage» sind gemeistert, die Flyer gestaltet: Vorfreude herrscht. Obwohl keine speziellen Attraktionen geplant sind, wie Kessler sagt. «Ausser der Auftritt der Treichlergruppe Dreien, die bereits am 10. Weihnachtsmarkt in Wolfertswil zu Gast war.»

Treffpunkt der Generationen

32 Aussteller werden am 30. November zwischen 10 und 16.30 Uhr ihre Produkte anbieten und gemeinsam mit den Besuchern dafür sorgen, dass jene Stimmung aufkommt, die dem Markt das Besondere verleiht. «Es ist die Dörflichkeit, die den Weihnachtsmarkt ausmacht», sagt Prisca Kessler. Trotz vieler auswärtiger Marktbesucher sei er ein Dorfanlass geblieben, ein Treffpunkt für die Bevölkerung, für Heimweh-Wolfertswiler, schlicht für Gäste, die eine Beziehung zum Ort haben. Als tragendes Element bezeichnet sie zudem das generationenübergreifende Engagement der Aussteller. Das Knusperli-Zelt des Spansau-Teams etwa ziehe wiederum junge Besucher an. «Mehr als die Hälfte der Stände werden von Einheimischen betrieben», betont Prisca Kessler und ergänzt, dass diese bei der Vergabe auch bevorzugt würden.

Einst Gewerbeausstellung

Der Weihnachtsmarkt geht im Ursprung auf die Initiative von Dorfmetzger Josef Eigenmann zurück. Er war es, der zusammen mit dem örtlichen Gewerbe eine Weihnachts- und Gewerbeausstellung organisierte. Diese entwickelte sich rasch über die Dorfgrenzen hinaus, dislozierte zwischenzeitlich in die «Löwen»-Scheune, lockte auch auswärtige Aussteller an und sicherte sich den Ruf eines Marktplatz für qualitativ hochstehendes Handgemachtes. Zu den herkömmlichen Angeboten gesellte sich zunehmend auch Ess- und Trinkbares. «10 bis 15 Stände waren es anfänglich, 30 durchschnittlich in den letzten Jahren. Vor zehn Jahren habe man mit 40 Ausstellenden die Kapazitätsgrenze erreicht. «Grösser werden können und wollen wir nicht», sagt Prisca Kessler. Weihnachtsmärkte sind im Trend. Sinkende Besucherzahlen befürchten die Organisatoren dennoch nicht. Obwohl ausgerechnet der Flawiler Markt dieses Jahr am selben Tag stattfindet.

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