Gasversorgung ist nun gesichert

Seit Mittwochmorgen transportiert eine zweite Leitung Erdgas von Uzwil nach Oberbüren. Mit dem Bau dieser Leitung via Gupfenstrasse ins Buchental haben die Technischen Betriebe Uzwil eine Sicherheitslücke geschlossen.

Zita Meienhofer
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Chefmonteur Marcel Gähwiler drückt den Hebel nach oben – die Druckreduzierstation im Buchental, Oberbüren, ist in Betrieb. (Bild: zi.)

Chefmonteur Marcel Gähwiler drückt den Hebel nach oben – die Druckreduzierstation im Buchental, Oberbüren, ist in Betrieb. (Bild: zi.)

OBERBÜREN / UZWIL. «Die Kunden in Oberbüren waren mit dem einzigen Erdgas-Zubringer nicht mehr optimal versorgt», erklärt Hansjörg Eberle, Geschäftsleiter der Technischen Betriebe Uzwil am Mittwochmorgen. Diesen Zustand mussten die Verantwortlichen der Technischen Betriebe ändern, denn am Versorgungsnetz in Oberbüren sind nicht nur einige wenige Haushalte angeschlossen. «130 Kunden beziehen für ihre Heizung Erdgas von uns», sagt Eberle. Mit Erdgas werden in Oberbüren alle Gebäude der öffentlichen Hand, der kantonale Werkhof, etliche Firmengebäude, Mehrfamilien- wie auch Einfamilienhäuser beheizt.

1986 erste Leitung gebaut

1985 wurde die erste und – bis vor kurzem – einzige Erdgas-Transportanlage von Uzwil nach Oberbüren gebaut. Kosten: 150 000 Franken. Von der Grubenstrasse in Niederuzwil führt die 1,1 Kilometer lange Leitung der Autobahn entlang in Richtung Industrie Haslen in Oberbüren bis zum kantonalen Werkhof. Dort wurde die Druckreduzierstation erstellt. Der kantonale Werkhof war denn 1986 auch das erste Gebäude in Oberbüren, das mit Erdgas beheizt wurde. Es folgten die Häuser in der Überbauung Schlossgarten. Das Netz wurde im Dorfkern kontinuierlich auf fünf Kilometer erweitert.

Leitung kostet 250 000 Franken

In den vergangenen 25 Jahren – seit erstmals in Oberbüren mit Erdgas geheizt wurde – hat sich einiges verändert. Aus wohl ökonomischen oder ökologischen Gründen entschlossen sich die Verantwortlichen der grösseren Unternehmen ausschliesslich für Erdgas – und gegen Heizöl. Im vergangenen Jahr wurden 19 Millionen kWh Erdgas in Oberbüren bezogen. Das entspricht etwa zwölf Prozent des gesamten Absatzes der Technischen Betriebe Uzwil. «Die stetig wachsende Zahl der Kunden verlangt nach Sicherheit», sagt Hansjörg Eberle. Mit nur einer Leitung konnte diese Sicherheit nicht mehr optimal gewährleistet werden. Nun ist der Bau der zweiten Leitung – von der Grubenstrasse in die Druckreduzierstation im Buchental – abgeschlossen. Die Arbeiten erfolgten nicht ohne Schwierigkeiten. Die stark frequentierte Gupfenstrasse musste unterquert werden, und an der Brücke über der Glatt wurde die vorfabrizierte, doppelwandige Leitung hängend montiert. Die Kosten beliefen sich auf 250 000 Franken.

Bank mit Gaswärmepumpe

Mit der Inbetriebnahme der neuen Leitung ist nicht nur für die Sicherheit gesorgt, auch der Wärmebedarf von ganz Oberbüren könnte ausreichend abgedeckt werden. Reichen wird der Bedarf sicher auch für die Raiffeisenbank Oberbüren, die sich entschieden hat, eine Erdgas-Wärmepumpe zu installieren. Eberle verschweigt abschliessend nicht, dass Hauseigentümer, die sich für Gaswärmepumpen oder stromproduzierende Heizungen mit Erdgas entscheiden, von den Technischen Betrieben Uzwil finanziell gefördert werden.