Garderobe muss erweitert werden

Der EC Wil lud ausnahmsweise die Medien in die Garderobe der ersten Mannschaft ein. Grund war die Begrüssung neuer Spieler und der Startschuss zum Sommertraining. Sportchef Christian Herzog und Trainer Yves Narbel informierten.

Urs Nobel
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EC-Wil-Trainer Yves Narbel (links) und Sportchef Christian Herzog informierten darüber, wie das Vorbereitungsprogramm hinsichtlich der nächsten Saison aussieht. (Bild: Urs Nobel)

EC-Wil-Trainer Yves Narbel (links) und Sportchef Christian Herzog informierten darüber, wie das Vorbereitungsprogramm hinsichtlich der nächsten Saison aussieht. (Bild: Urs Nobel)

EISHOCKEY. Während in Prag und Ostrava die Weltmeisterschaft stattfindet und sich die Saison 14/15 langsam ihrem Ende zuneigt, startet der EC Wil mit dem Sommertraining für die nächste Spielzeit – eine ungewisse Zeit. Die Äbtestädter konnten unerwartet in die 1. Liga aufsteigen, obwohl sie es in der vergangenen Saison «nur» in die Playoff-Viertelsfinals schafften. Aufgrund des Wettkampf-Reglements genügte dies jedoch zum sportlichen Aufstieg, weil alle fünf vor dem EC Wil rangierten Teams darauf verzichteten und in der 2. Liga verbleiben wollen.

Ein neuer Assistent

«Hoffentlich freuen sich alle in dieser Garderobe so wie ich, dass der EC Wil nächste Saison wieder in der 1. Liga spielt.» Mit diesen Worten startete Sportchef Christian Herzog den Informationsteil des ersten Trainings. Er gab jedem Spieler die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen. Und es gab gleich eine erste zünftige Überraschung: «Ich heisse Raphael Kaderli, war vergangene Saison Captain des Teams und bin neu der Assistent unseres Trainers Yves Narbel.» Er ersetzt den bisherigen Assistenztrainer Ettore Gris, der sich bereits Anfang Jahr Gedanken darüber machte, ob er eine weitere Saison anhängen wolle. Jetzt entschied dieser sich definitiv, von seinem Amt zurückzutreten. Sportchef Herzog zeigte sich erfreut über die neue Lösung und kündigte des weiteren an, dass das Kader noch Ergänzungen erfahren werde. «Wir wollen ein Kader von 26 Spielern und werden aus diesem Grund die Garderobe umbauen, respektive um zwei Plätze erweitern.»

Stärkere Gegner

Weder der Sportchef noch der Trainer machten den Spielern etwas vor. Übereinstimmend sprachen sie vor einer bevorstehenden schwierigen Situation in der 1. Liga. Beide zeigten sich aber überzeugt, dass man den Ligaerhalt schaffen könne. Organisatorisch wurde deshalb einiges geändert. Das Trainingslager in Scuol wurde gestrichen. Dieses findet nun in Wil statt. Nicht etwa aus Spargründen, sondern, weil der EC Wil zur selben Zeit die Möglichkeit bekommen hat, am Pikes-Vorsaison-Jubiläumsturnier teilnehmen zu können. «Da treffen wir auf stärkere Teams, als wir es geplant haben, und können uns somit besser auf diesen Rhythmus einstellen», erklärte der Trainer, der vor allem von seinen jüngeren Spielern fordert, dass diese unbedingt mehr Kraft zulegen müssen, um in der 1. Liga mithalten zu können. «Dafür müssen alle bereit sein, zu den zwei geführten Trainings im Sommer und einer <befohlenen> Fitnesslektion pro Woche noch zusätzliche freiwillige Einheiten zu absolvieren.»

In der 1. Liga etablieren

Yves Narbel zeigte seinen Spielern auf, dass zwei Aufstiege in drei Jahren eine riesige Herausforderung für den Verein und die Mannschaft seien. «Zwei Aufstiege in dieser kurzen Zeit sind aber auch ein Geschenk, das wir annehmen wollen.» In der 1. Liga sei hinsichtlich der neuen Saison ein Loch entstanden, dass der EC Wil füllen und sich in der Folge in der höchsten Amateurliga etablieren wolle. «Dies gelingt uns mit der nötigen Disziplin, dem entsprechenden Einsatz, einer funktionierenden Hierarchie im Team und vor allem mit der Freude an unserem Sport.»

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