GANTERSCHWIL: «Es war ein kribbeliges Gefühl»

Das Ganterschwiler Familienunternehmen Berlinger & Co. AG gewann am Donnerstagabend den Prix SVC Ostschweiz 2016. Andrea Berlinger Schwyter und ihr Mann führen die Firma gemeinsam. Die 47-Jährige erklärt, wieso die gewonnene Trophäe gleich neben dem Kaffee des Unternehmens plaziert wird.

Aaron Ehrat
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Andrea Berlinger Schwyter ist gemeinsam mit ihrem Mann CEO der Berlinger & Co AG. Das Familienunternehmen, das Berlinger bereits in der sechsten Generation führt, gewinnt den Prix SVC Ostschweiz. (Bild: ky/Dominik Baur)

Andrea Berlinger Schwyter ist gemeinsam mit ihrem Mann CEO der Berlinger & Co AG. Das Familienunternehmen, das Berlinger bereits in der sechsten Generation führt, gewinnt den Prix SVC Ostschweiz. (Bild: ky/Dominik Baur)

GANTERSCHWIL. «Man hat die Freude im gesamten Betrieb wirklich gespürt», sagt Andrea Berlinger Schwyter, Präsidentin und gemeinsam mit ihrem Mann CEO der Berlinger & Co. AG aus Ganterschwil. Das Familienunternehmen gewann am Donnerstag den Prix SVC Ostschweiz. Der Swiss Venture Club (SVC) zeichnete es damit für einen wesentlichen und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg aus. Entscheidende Kriterien für die Verleihung des Preises sind unter anderem die regionale Verankerung, die Innovativität der Geschäftsidee und der kommerzielle Erfolg.

Erfolg ist kein Weg auf Schienen

Obwohl die Berlinger-Gruppe unter den sechs Finalisten war, hatte Andrea Berlinger nicht mit dem Gewinn des Preises gerechnet. «Ich war überrascht. Jetzt bin ich sehr froh und motiviert weiterzumachen.» Als Preis erhielt das Unternehmen eine Trophäe und einen Gutschein für das Weiterbildungsangebot des Schweizerischen Instituts für Klein- und Mittelunternehmen an der Universität St. Gallen. Wann und in welcher Art die Weiterbildung stattfindet weiss die 47jährige Geschäftsführerin jedoch noch nicht genau. Man müsse sich zuerst genau mit den verschiedenen Angeboten befassen, sagt sie. Die Trophäe hat ein Fundament aus Sandstein. Darauf befindet sich eine rote Kugel, die nicht auf dem Stein fixiert und somit im Glaskasten frei beweglich ist. Laut SVC ein Symbol dafür, dass Erfolg kein Weg auf Schienen sei. Die Skulptur wird nun im Berlinger-Betrieb unter der Ahnengalerie aufgestellt werden. Auf diese Weise befindet sie sich gleich neben dem Kaffee. «Damit sie die Mitarbeiter sehen, wenn sie in die Kaffeepause gehen», sagt Andrea Berlinger. Sie betont, dass der Gewinn des Preises eine Leistung des gesamten Teams ist.

Bekanntheit in der Schweiz

Auf die Frage, wie es sei, vor über 1000 Leuten auf der Bühne zu stehen und einen Preis entgegenzunehmen, antwortet Andrea Berlinger: «Es war ein kribbeliges Gefühl. Selbst wenn ich vorher ganz ruhig gewesen wäre, hätte mich die Situation ein wenig nervös gemacht.»

Vom Gewinn des Preises erhofft man sich bei der Berlinger-Gruppe auch eine grössere Bekanntheit in der Schweiz. Denn bisher exportiert das Familienunternehmen, das Andrea Berlinger bereits in der sechsten Generation führt, einen Grossteil seiner Produkte. So stellt das Unternehmen zum Beispiel seit Jahren alle Behälter für Dopingkontrollen für die Olympischen Spiele her.