Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Galerie zur alten Bank wird zur «G77 - Galerie am Gleis»: Der Umzug nach Uzwil geht mit neuen Namen einher - und auch sonst ändert sich einiges

Mit dem bevorstehenden Umzug an die Bahnhofstrasse 77 beginnt für die Galerie zur alten Bank ein neues Kapitel. Sie erhält einen neuen Namen und wird das ganze Jahr über präsent sein. Die erste Ausstellung im September wird dabei der Niederuzwiler Künstler Ruben Brogna bestreiten.
Interview: Tobias Söldi
Simone Egloff (links) und Barbara Böhi, Mitglieder der Galeriekommission. (Bild: Tobias Söldi)

Simone Egloff (links) und Barbara Böhi, Mitglieder der Galeriekommission. (Bild: Tobias Söldi)

Am Wochenende wurde die letzte Ausstellung in den Räumen an der Henauerstrasse 20 eröffnet. Waren Sie wehmütig?

Simone Egloff: Ein bisschen schon, aber mehr während der Vorbereitungen. An der Vernissage waren wir für die Künstler und die Besucher da. Für Wehmut blieb wenig Zeit.

Barbara Böhi: Ich erlebte die Vernissage mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Egloff: Schön finde ich, dass wir den Abschluss unter anderem mit einer einheimischen Künstlerin, Ingrid Cantieni aus Niederuzwil, feiern konnten.

War mehr Publikum anwesend als üblich?

Egloff: Ja. Vielleicht, weil die Ausstellung drei Künstler zeigt, aber sicher auch, weil es die letzte Vernissage war. Sogar Gemeindepräsident Lucas Keel war da.

Nach der Finissage am 26. Mai ist endgültig Schluss. Dann steht der Umzug an die Bahnhofstrasse 77 an.

Egloff: Ende Mai verlassen wir die Galerie zur alten Bank. Die Ausbauarbeiten in den neuen Räumen starten Mitte Mai und sollten Mitte Juli abgeschlossen sein.

Mit dem Umzug muss sich wohl auch der Name ändern. Ist dieser bereits bekannt?

Egloff: Die Galerie wird «G77 – Galerie am Gleis» heissen. Es ist eine Spielerei mit dem Buchstaben G: Er steht für Galerie, aber auch für Gleis, weil wir nahe am Bahnhof sind. 77 verweist auf unsere Strassennummer.

Böhi: Wir wollten einen Namen, der auf den Ort bezogen ist und einen hohen Wiedererkennungswert hat. Dass die Zahl 77 drin vorkommen sollte, war uns recht schnell klar.

Wer wird «G77» eröffnen?

Egloff: Dafür konnten wir Ruben Brogna aus Niederuzwil gewinnen. Die Vernissage ist am 7. September. Brogna hat bereits einmal in der alten Bank ausgestellt und ist mittlerweile international erfolgreich. Dass er jetzt wieder bei uns zu Gast ist, freut uns sehr. Vor dem Herbstmarkt werden wir zudem noch eine offizielle Eröffnung der neuen Galerie feiern.

Was erhoffen Sie sich vom neuen Standort?

Böhi: Ganz klar eine höhere Besucherfrequenz. Wir hoffen auf mehr Laufkundschaft: Gäste des Hotels Uzwil, Passanten von der Bahnhofstrasse oder spontane Besuche aus der Bevölkerung.

Es gibt immer noch Leute, welche die Galerie nicht kennen oder sich nicht getrauen, einzutreten, obwohl wir öffentlich sind.

Egloff: Hier in Niederuzwil sind wir etwas versteckt und nicht so sichtbar. An der Bahnhofstrasse werden wir viel präsenter sein, allein schon wegen des ebenerdigen Schaufensters.

Wird sich mit dem neuen Standort auch das Konzept der Galerie ändern?

Egloff: Wir wollen das ganze Jahr über präsent sein. Nebst dem Ausstellungsbetrieb denken wir auch darüber nach, Kunstkurse anzubieten und uns an Anlässen wie dem Herbst- und Weihnachtsmarkt zu integrieren.

Böhi: In Bezug auf die ausgestellte Kunst sind wir offen. Wir wollen allen Künstlerinnen und Künstlern weiterhin die Möglichkeit bieten, bei uns auszustellen.

Egloff: Die neuen Räumlichkeiten könnten auch gemietet werden, zum Beispiel für Apéros oder kleinere Firmenanlässe.

Die Galerie kann auf eine 42-jährige Geschichte zurückblicken. Wie hat sie sich in dieser Zeit verändert?

Egloff: Einen grossen Einschnitt stellte sicher das neue Konzept aus dem Jahr 2013 dar. Seither bieten wir den Kunstschaffenden ein Gesamtpaket an. Wir erarbeiten einen Zeitplan und übernehmen alles von der Vorbereitung über die Betreuung bis zur Medienarbeit. Aber auch die Kunst hat sich verändert.

Inwiefern?

Sie ist vielseitiger geworden. Heute gibt es Installationen, Konzeptkunst oder Fotografie, während früher der Fokus vor allem auf Malerei lag.

Was waren Ihre Highlights?

Egloff: Der Skulpturenweg zum 40-Jahr-Jubiläum war sicher ein Highlight. Mich hat gefreut, wie viele Künstler mitmachten.

Böhi: Ich möchte nicht eine einzelne Person hervorheben. Mich beeindruckt die Vielseitigkeit der Künstler, zu sehen, wozu die Leute im Stande sind, wenn sie es wagen, auszustellen.

Egloff: Wir lernen die Künstler bei den Vorbereitungen immer auch von einer anderen, persönlichen Seite kennen. Das macht unsere Arbeit sehr spannend.

Eine Galerie ist auch ein Verkaufsgeschäft. Wie wichtig ist dieser Aspekt?

Egloff: Für die Künstler ist es natürlich schön, wenn sie etwas verkaufen können. Für uns als Galerie stellt es einen Zustupf dar.

Haben Sie nicht irgendwann einmal alle Kunstschaffenden der Region gezeigt?

Egloff: Nein. Es gibt viele verborgene Künstler, die sich noch nicht getraut haben, auszustellen. Andere entwickeln sich und präsentieren einige Jahre später ihre neu geschaffenen Werke. Zudem zeigen wir ja auch Künstler jenseits der Kantonsgrenze.

Müssen Sie sich um die Künstlerinnen und Künstler bemühen?

Egloff: Wir haben Bewerbungen, fragen aber auch selber an. Zurzeit sind es aber mehr Bewerbungen. Das war vor ein paar Jahren noch anders. Wir konnten uns einen Namen machen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.