GÄHWIL: Verkehrsverein aufgelöst

Am Samstag ist im Mehrzweckgebäude Silberwis das letzte Kapitel des Verkehrsvereins geschrieben worden.

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Symbolträchtig: In einer Schatztruhe geht das Vermögen des Verkehrsvereins an den neuen Verein «Gähwil vereint» über. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Symbolträchtig: In einer Schatztruhe geht das Vermögen des Verkehrsvereins an den neuen Verein «Gähwil vereint» über. (Bild: Beat Lanzendorfer)

An einer ausserordentlichen Hauptversammlung beschlossen die Stimmberechtigten die Auflösung des Verkehrsvereins. Durch die Inkorporation der Dorfkorporation Gähwil in die Gemeinde Kirchberg (ab 1. Januar 2017) und gleichzeitiger Neugründung des Vereins «Gähwil vereint», der inskünftig für die kulturellen Belange des Dorfes zuständig ist, wäre es zu Doppelspurigkeiten gekommen.

Bevor Peter Breitenmoser, seit 2009 Präsident des Verkehrsvereins, den Antrag zur Auflösung stellte, der einstimmig ausfiel, zitierte er mehrere Artikel der im Jahre 1912 erstellten Statuten. Diese haben seit 104 Jahren ihre Gültigkeit und sind nie verändert worden. So steht etwa unter Artikel 1: Die Gesellschaft hat die Belebung der örtlichen Interessen in jeder Beziehung zu wahren. Dies tat sie während mehr als hundert Jahren und überträgt diese Aufgaben ab 1. Januar «Gähwil vereint».

Peter Breitenmoser war es ein Anliegen, all seinen Weggefährten zu danken. Danach würdigte Vizepräsident Andreas Strässle das langjährige Schaffen Breitenmosers. Als Zeichen der Wertschätzung darf er mit Ehefrau Brigitte eine Dampfschifffahrt auf dem Bodensee geniessen.

Für den Schlussakt begaben sich alle ins Freie. Mittlerweile war Gemeindepräsident Christoph Häne, der sich auf Abschiedstournee befand, er übergibt am 1. Januar das Amt an Roman Habrik, in Gähwil eingetroffen. Er war Zeuge, wie das Vermögen des Verkehrsvereins, symbolisch in einer Schatztruhe, Willy Schönenberger, dem Präsidenten von «Gähwil vereint», übergeben wurde. Das Schlusswort von Peter Breitenmoser, mit einem Augenzwinkern an den künftigen Gemeindepräsidenten, darf durchaus ernst genommen werden: «Gähwil war immer eine laute Stimme in der Gemeinde, das soll auch in Zukunft so bleiben, auch wenn wir nach dem Rücktritt von Lucia Räbsamen vorerst keinen Gemeinderat mehr stellen». (bl)