Fussgängerstreifen soll bleiben

Gegen die Aufhebung eines Fussgängerübergangs auf der Konstanzerstrasse in Rossrüti formiert sich Widerstand. In naher Zukunft wird eine Petition lanciert, in der ein Ersatz auf der vielbefahrenen Strasse gefordert wird.

Philipp Haag
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Der Fussgängerstreifen auf der Konstanzerstrasse liegt am Schulweg von Kindern. (Bild: Philipp Haag)

Der Fussgängerstreifen auf der Konstanzerstrasse liegt am Schulweg von Kindern. (Bild: Philipp Haag)

ROSSRÜTI. In Rossrüti wird auf Höhe der Konstanzerstrasse 46 der Fussgängerstreifen entfernt. Die von der Kantonspolizei verordnete Demarkierung stösst im Dorf auf Unverständnis. «Die Bürgerinnen und Bürger werden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt», sagt die in Rossrüti wohnhafte SVP-Stadtparlamentarierin Ursula Egli. Sie kritisiert, dass die Kantonspolizei nie auf die Einwohnerinnen und Einwohner zugegangen sei.

Von Schulkindern genutzt

Weil breite Kreise im Dorf mit der Aufhebung des Fussgängerstreifens nicht einverstanden sind, wird in naher Zukunft eine Petition lanciert, wie Ursula Egli sagt. «Gegen die Demarkierung des gegenwärtigen Fussgängerstreifens können wir nichts mehr unternehmen», sagt die Stadtparlamentarierin. In der Petition werde darum die Forderung gestellt, den Entscheid rückgängig zu machen oder im betreffenden Abschnitt der Fahrbahn einen Ersatz zu markieren. «Aus Sicherheitsgründen», betont Ursula Egli. Bei der Konstanzerstrasse – die Hauptachse durch das Dorf – handelt es sich um eine stark befahrene Strasse. Der Fussgängerstreifen wird von Schulkindern auf dem Weg in das nahe gelegene Schulhaus genutzt. Für Ursula Egli ist denn auch nicht nachvollziehbar, weshalb der Fussgängerstreifen weichen muss. «Er liegt an einem überschaubaren Ort. Es gab noch nie einen Unfall.» Ausserdem werde der Fussgängerstreifen nicht nur von Schülerinnen und Schülern überquert, sondern auch von Passagieren, die bei der angrenzenden Bushaltestelle aussteigen.

Der Fussgängerstreifen wird Anfang nächster Woche demarkiert. Die Aufhebung erfolgt im Zug von Instandsetzungsarbeiten, die das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen gegenwärtig an der Kantonsstrasse durchführt. Im Rahmen einer kantonalen Erhebung, bei der alle Fussgängerstreifen auf Kantonsstrassen überprüft worden waren, war beim Fussgängerstreifen eine zu niedrige Fussgängerinnen- und Fussgängerfrequenz festgestellt worden, aufgrund derer die Markierung als nicht notwendig eingestuft worden war.

Stadtrat hat interveniert

Die Stadt Wil hat nach Erhalt der polizeilichen Anordnung zur Entfernung des Fussgängerstreifens erfolglos bei der Kantonspolizei und dem kantonalen Tiefbauamt gegen die Aufhebung interveniert, wie der Stadtrat vor kurzem mitteilte. Auch das Elternforum habe sich gewehrt, sagt Ursula Egli. Nun setzt sie ihre Hoffnung auf politischen Druck, kombiniert mit der Bittschrift der Einwohnenden.

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