Fussballfieber wie im Stadion

In der Region gibt es während der EM zwei grössere Public Viewings: Der FC Niederstetten betreibt in Schwarzenbach ein Zelt mit Fankurve. In Oberbüren betreiben engagierte Männer eine schmucke Fussballhütte.

Christoph Heer
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Sie sind dicke Freunde und betreiben gemeinsam die Fussballhütte in Oberbüren: Roman Taiani, Daniel Fürer, Michael Frick, Martin Koller und Kosmas Brühwiler (von links). (Bild: pd)

Sie sind dicke Freunde und betreiben gemeinsam die Fussballhütte in Oberbüren: Roman Taiani, Daniel Fürer, Michael Frick, Martin Koller und Kosmas Brühwiler (von links). (Bild: pd)

SCHWARZENBACH. Voll des Lobes sind sie, die Macher des EM-Zeltes in Schwarzenbach. Lob gegenüber den vielen – friedlichen – Besuchern, während der ersten zehn Spieltage der Europameisterschaft in Frankreich. Die Wiler Zeitung mischte sich am Samstag, zu den Spielen Island gegen Ungarn und Portugal gegen Österreich, unter das Publikum. Nicht unbedingt die grössten Kracher für die Fussballkenner, und trotzdem strömten bereits am Nachmittag viele Besucher herbei.

Sie sind dicke Freunde und betreiben gemeinsam die Fussballhütte in Oberbüren: Roman Taiani, Daniel Fürer, Michael Frick, Martin Koller und Kosmas Brühwiler (von links). (Bild: pd)

Sie sind dicke Freunde und betreiben gemeinsam die Fussballhütte in Oberbüren: Roman Taiani, Daniel Fürer, Michael Frick, Martin Koller und Kosmas Brühwiler (von links). (Bild: pd)

Fankurve vor Grossleinwand

Wo man sich das Spiel anschauen will, ist jedem selber überlassen. Es stehen etliche Bildschirme zur Verfügung. Unbestritten geniesst man aber das beste Fankurvenfeeling auf der Tribüne vor der Grossleinwand. Klar ist zu den Schweizer Spielen das Zelt zum Bersten voll und die Stimmung super. «Das sind unsere Wahnsinnsabende, wenn unsere Nati spielt und wir von Hunderten von Fans besucht werden», sagt Helfer Peter Holenstein schwärmend. Der Stimmungspegel steige aber auch bei den Spielen von Deutschland, Polen oder Kroatien. «Wir haben festgestellt, dass viele Fans zu uns kommen, die bereits vor zwei Jahren, im WM-Zelt, zu den Gästen gehörten.»

Beim Spiel Island gegen Ungarn hat es noch einige leere Plätze. Die Fankurve jedoch ist gut gefüllt mit vielen Kindern. Für die Kleinen spannt der organisierende FC Niederstetten mit der Kindertagesstätte in Schwarzenbach zusammen. So ist es an mehreren Spieltagen möglich, die Kleinsten für einige Stunden unter Aufsicht abzugeben, um in Ruhe mitfiebern zu können.

Wichtige Einnahmequelle

Nach Spielende beruhigt sich das Geschehen nicht. Da werden die Jasskarten ausgeteilt, während sich andere in ihren Arbeitskleidern ein Feierabendbier genehmigen und andere den Tombola-Hauptpreis beäugen.

Für den FC Niederstetten ist das EM-Zelt eine wichtige Einnahmequelle. Vereinsmitglied Christian Hofmann sagt, dass die Einnahmen eminent wichtig für die Sicherstellung des Spielbetriebes sind. Für Karin und Roland Hengartner aus Henau ist klar, dass sie wiederkommen werden. «Wir sind das erste Mal hier und finden es toll. Feines Essen, gute Getränke, viele Bildschirme, tolle Leute und eine Top-Organisation», loben sie.

Schweizer Fahnen, Festbänke und an jeder Ecke Bildschirme: Das vom FC Niederstetten betriebene EM–Zelt in Schwarzenbach. (Bild: Christoph Heer)

Schweizer Fahnen, Festbänke und an jeder Ecke Bildschirme: Das vom FC Niederstetten betriebene EM–Zelt in Schwarzenbach. (Bild: Christoph Heer)