Fussball und Samba-Rhythmen

Dieses Wochenende hat der FC Flawil zum elften Mal den Fussballplausch organisiert. Über 60 Mannschaften haben dabei um den Ball gekämpft. Am Freitagabend fand ausserdem die Brasil-Night in der Reithalle statt.

Larissa Flammer
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FLAWIL. «Es ist schön zu sehen, wie viel Freude die Leute am Tschutten haben», äusserte sich Werner Niedermann. Der Sportchef des FC Flawil hat den Fussballplausch die ersten zehn Mal als Präsident des OKs auf die Beine gestellt. In diesem Jahr hatte er das Amt an Rolf Junker weitergegeben. Die Freude der Flawiler am «Tschutte» zeigte sich deutlich in der im Vergleich zum Vorjahr noch einmal angestiegenen Anzahl der angemeldeten Mannschaften. Das «Dream Team» spielte gegen das «Team of the Year», «D'Almdudler» musste gegen die «Minor Schoggi-Kicker» ran und die «Munz Glückskäferli» bereitete sich auf ihr Spiel gegen «maisherdöpfelrüeblisalot» vor.

«Ein Dorffest»

Besonders beliebt war laut Niedermann die Kategorie «Sie&Er» am Freitag. Dabei mussten immer mindestens zwei Frauen pro Team auf dem Feld stehen, deren Tore zählten dafür doppelt. Da es in dieser Kategorie keine weitere Unterteilung gab, spielten schon mal Schüler gegen 20- oder 30-Jährige. Trotzdem wurden alle Spiele ausgesprochen fair ausgetragen. «Man kennt sich hier. Da überlegt man sich schon, ob man die Gegnerin wirklich absichtlich von den Beinen holen will», so Niedermann. Spannend wurde es vor allem dann, wenn das Gerücht die Runde machte, dass ein «Flawil-1-Spieler» – also ein Spieler der ersten Mannschaft des FC Flawil – gerade mit seinem Team auf Platz 2 im Einsatz sei. Es konnten sich aber alle Mannschaften über den Zuschaueraufmarsch freuen. Ob jetzt der nächste Gegner zwecks Analyse am Spielfeldrand stand oder die Eltern Anfeuerungsrufe oder Ratschläge mitzuteilen hatten: Der Fussballplausch in Flawil ist ein Dorffest, an dem man sich trifft und gemütlich in der Festwirtschaft zusammensitzt. Selbst das Wetter spielte mit, auch wenn Niedermann versicherte, dass das Turnier auch bei Regen durchgezogen werden würde: «Der Boden ist nicht schlecht. Ausserdem wird der Platz sowieso umgebaut und der Rasen eigentlich nicht mehr gebraucht.»

Brasilianisches Flair

Wer sich aufgrund der gezeigten Tricks auf dem Flawiler Fussballplatz fast ein wenig am Konföderationen-Cup in Brasilien wähnte, wurde an der anschliessenden Brasil-Night in der Reithalle in seinem Eindruck noch bestärkt. Die Tänzerinnen und der Tänzer der Gruppe «Samba-Brasil» heizten die Stimmung in der Halle mächtig an und lockten dann die Flawilerinnen und Flawiler zu Latino-Sommer-Hits wie «Balada» und «Ai Se Eu Te Pego» selbst auf die Tanzfläche. Währenddem draussen die letzten Fussballer nach der Finalrunde ihre Ausrüstung verstauten, strömten immer mehr Leute in die Reithalle. «Damit wollen wir das Volk gewinnen. Wir veranstalten die Brasil-Night nicht jedes Jahr, da es immer ein ziemlicher Aufwand ist, aber es war wieder einmal an der Zeit», sagte Niedermann. Das Resultat gab ihm recht: Barbetrieb, DJ und rund 500 Gäste sorgten für einen gelungenen Abend.