FUSSBALL: Spiel eines Spitzenkampfs würdig

Der FC Uzwil hat es verpasst, mit dem FC Linth 04 gleichzuziehen. Mangelnde Chancenauswertung führte zum Sieg des Leaders, der weiterhin unangefochten an der Tabellenspitze bleibt.

Urs Nobel
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Der Schein trügt: Auch dieser Abschluss findet den Weg ins Netz nicht. (Bild: Urs Nobel)

Der Schein trügt: Auch dieser Abschluss findet den Weg ins Netz nicht. (Bild: Urs Nobel)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Die Uzwiler zeigten keinen Respekt vor dem Team, das fast den FC St. Gallen aus dem Cuprennen geworfen hatte. 45 Minuten sahen sie wie der sichere Sieger aus. Es gelang ihnen nämlich immer und immer wieder, die hochstehende Viererkette in der Abwehr auszuspielen und die eigenen Leute in beste Schusspositionen zu bringen.

Doch diese sündigten, und wie: Jusuf Shala scheiterte zweimal an Torhüter Savanovic, ebenso wie Andrin Holenstein, der wieder einmal von Beginn weg durfte und seine Qualitäten mit seiner Schnelligkeit aufzeigen konnte. Von einem regelmässigen Skorer ist er jedoch noch weit entfernt. Auch er konnte nämlich den Hexer im Gästetor nicht bezwingen. Hätte das Halbzeitresultat 5:2 gelautet, wäre das für alle Zuschauer normal gewesen, und sie hätten sich aufs Schaulaufen ihrer Uzwiler freuen können.

Linth hat Lage in der Pause besser analysiert

Linth 04 hatte sich jedoch in der zweiten Halbzeit besser auf den Gegner eingestellt, und es entwickelte sich eine Partie mit etwelchen Hochs und Tiefs, so wie das in der Regel bei einem Spitzenkampf üblich ist. Der für den abwesenden Torhüter Timon Waldvogel im Tor stehende Manuel Cozzio bekam zusehends mehr Arbeit. Nach einem Freistoss nahe bei der Ecke musste er sich schliesslich erstmals geschlagen geben. Besagte Ausführung verursachte bei den Uzwilern grosse Unruhe, weil sie sich benachteiligt gefühlt hatten. Linth 04 darf dabei nicht vorgeworfen werden, dass sie diese Situation in routinierter Manier nicht ausnützten. Trotzdem benötigten die Glarner drei Anläufe, ehe der Ball im Netz zappelte. Das Spiel war somit gelaufen, Uzwil vermochte nicht mehr zu reagieren. Der zweite Treffer war noch Zugabe.