FUSSBALL: «Sie ticken einfach anders»

Der FC Sirnach weilte vergangene Woche in einem Trainingslager in Benicassim, rund 80 Kilometer von Valencia entfernt. 28 Spieler waren dabei.

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Im Beisein von Sportchef Ivo Nater (links) und Präsident Peter Sommer unterzeichnete Trainer Andi Alder die Vertragsverlängerung.

Im Beisein von Sportchef Ivo Nater (links) und Präsident Peter Sommer unterzeichnete Trainer Andi Alder die Vertragsverlängerung.

Eine vergessene Identitätskarte, ein abgelaufener Pass und zwei Reiseteilnehmer, die eine halbe Stunde verspätet am Treffpunkt im Flughafen ankamen: Der Start zum Trainingslager war alles ­andere als gelungen. Ankunft im Hotel in Spanien, das überbucht war, sodass vier Einzelzimmer nur aufgeteilt in zwei Zweibettzimmer in zwei verschiedenen Hotels zur Verfügung standen: Auch die Ankunft in Benicassim gestaltete sich anders, als es sich der FC Sirnach wünschte.

Trotzdem darf eine positive Bilanz des Trainingslagers gezogen werden. Captain Marc Prenrecaj bestätigte beispielsweise, dass die Neuzugänge gut aufgenommen und schon gut integriert worden seien. Das Wichtigste für FC-Sirnach-Trainer Andi Alder war das schöne Wetter, gutes ­Essen und gepflegte Trainingsplätze. «Da stimmte alles.»

Dass der Trainer, der für die gesamte Organisation der Trainingswoche verantwortlich zeichnete, gerne eine bessere örtliche Betreuung gehabt oder manchmal den Tagesablauf etwas umgestellt hätte, wollte er nicht dramatisieren, wenngleich derartige Situationen seine Arbeit doch erschwerten. Wichtig war ihm immer, dass es für die Mannschaft passte. Er und die zehnköpfige Begleitdelegation trösteten sich bei Ungereimtheiten jeweils damit, dass die Spanier «einfach anders ticken».

Schwierige Ausgangslage für die Trainings

Der Mannschaft stand alles notwendige Trainingsmaterial zur Verfügung, obwohl nie auf demselben Platz trainiert wurde. Trainer Alder, der von Torhütertrainer Stefan Scherer, Assistent Ridvan Rexhepaj und Masseurin Heidi Baggenstoss unterstützt wurde, stand vor der schwierigen Ausgangslage, die Trainings so zu gestalten, dass sich diese im Spiel gegen den FC Uzwil nicht negativ auswirken. «Normalerweise geht man dann in ein Trainingslager, damit man 14 Tage vor dem ersten Ernstkampf wieder zurück ist. Dann wird eine Woche regeneriert und in der letzten Woche die Spritzigkeit gefördert. Wir mussten jedoch schon buchen, bevor wir wussten, auf wann die Partie gegen Uzwil neu angesetzt wird.»

Aus diesem Grund wurde nicht die ganze Woche zweimal täglich trainiert. Die Spieler be­kamen viel Zeit zur freien Verfügung, und bezüglich Ausgang am Abend wurden sie von ihrem Trainer an der langen Leine geführt. Als Highlight der Woche bezeichneten die Spieler unisono den ­Besuch einer Gokart-Anlage. Während es Alder und die Gäste vorzogen, zuzusehen und sich zu amüsieren, versuchten auch Sportchef Ivo Nater und Assistenztrainer Ridvan Rexhepaj, sich mit den Spielern zu messen. Rexhepaj gab nach dem Qualifikationslauf entnervt auf, «das ist nichts für mich». Der Sportchef hingegen mischte so lange vorne mit, bis er von der Jugend ausgebremst wurde.

Urs Nobel, Benicassim

sport@thurgauerzeitung.ch

Hinweis

Die Nachholpartie gegen den FC Uzwil findet am nächsten Sonntag um 14 Uhr auf dem Kett statt.