FUSSBALL: Punkteteilung im Derby

Der FC Sirnach und der FC Wil U20 trennten sich im ersten Spiel der Rückrunde 2:2 unentschieden. Der Sirnacher Ausgleich fiel erst in der Schlussphase, war allerdings verdient.

Urs Nobel
Drucken
Teilen
Jelid Veliu (am Ball) bedient Enack Kilafu, der den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt. (Bild: Urs Nobel)

Jelid Veliu (am Ball) bedient Enack Kilafu, der den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt. (Bild: Urs Nobel)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Die beiden Trainer waren sich nach dem Spiel einig: Es war nicht einfach, auf diesem Rasen zu spielen und Fussball in Perfektion zu zelebrieren. Was jedoch den Spielausgang anbelangte, waren sie nicht gleicher Meinung. Während Wils-Trainer Yannik Schwery von einem gerechten Unentschieden sprach, mit dem er leben könne, war Sirnach-­Coach Andi Alder enttäuscht und der Ansicht, dass seine Mannschaft hätte gewinnen müssen: «Wer wie wir in der ersten Halbzeit drei derart hochkarätige Chancen hat, darf zur Halbzeit nicht in Rückstand liegen. Und in der Schlussphase hatten wir nach dem Ausgleich sogar den Siegtreffer auf dem Fuss.» Zur besagten letzten Situation zeigte sich Sirnach-Sportchef Ivo Nater sogar überzeugt davon, dass Orcun Cenigiz bei seinem Abschluss deutlich behindert wurde und besagte Szene sogar mit einem ­Penalty hätte bestraft werden können.

Der FC Wil U20 hatte vor allem die erste Halbzeit im Griff, obwohl in dieser Sirnachs Mittelstürmer Jelid Veliu drei hochkarätige Chancen nicht verwertete und «zur Strafe» nach 45 Minuten zum Duschen geschickt wurde. Die Anfangs- und Schlussphase der zweiten Halbzeit gehörte jedoch dem FC Sirnach, der sich gegenüber dem Spiel in der Vorrunde (0:3-Niederlage) gegen denselben Gegner verbessert zeigte. In seiner Kurzanalyse äusserte sich Yannik Schwery folgendermassen: «Der erste Treffer half uns, schneller ins Spiel zu kommen als der Gegner. Das zweite Tor fiel für uns erneut in einer wichtigen Phase.» In einem Spiel, in dem sich die Wiler zwar zweikampfstärker präsentierten, im Verlauf der Partie aber nachliessen.

Ganz anders der FC Sirnach. Er gab nie auf und wurde dank Würgen und Krampf noch belohnt Cenigiz drückte den Ball nach einem Eckball aus dem Gewühl zum 2:2 ins Netz. Der erste Treffer der Partie gelang dem Ex-Sirnacher Demian Titaro, der eine unfertige Abwehr eiskalt ausnutzte und den nicht bereiten Torhüter Akin bezwang. Der Ausgleich fiel auf einen schnell ausgeführten Angriff, bei welchem Veliu lanciert wurde. Dieser setzte sich durch, passte zu Enack Kilafu, der nur noch einzuschieben brauchte. Das 1:2, noch vor der Pause, hatte seinen Ursprung in einer Flanke von links. Statt dass Sirnachs Torhüter den Ball wegfaustete, leitete er diesen direkt vor die Füsse von Daryl Lupo, der sich die Ecke aussuchen konnte.

Der FC Sirnach machte dank diesem Punkt einen Rang in der Tabelle gut und belegt neu Position 10. Bis auf den zweitletzten Rang haben jedoch alle Teams neu elf Punkte. Die Hinterthurgauer verfügen allerdings über die deutlich besten Fairplaypunkte gegenüber der direkten Konkurrenz. Der FC Wil U20 befindet sich mit 18 Punkten auf dem neunten Rang.

FC Sirnach – FC Wil U20 2:1 (1:2)Rüti - 240 Zuschauer - Sr. Drmic. Tore: 9. Titaro 0:1, 16. Kilafu 1:1, 24. Lupo 1:2, 89. Cenigiz 2:2. FC Sirnach: Akin; Chiavuzzi, Prenrecaj, Alija, Bytyqi (59. Simoes); Kilafu, Trovato, Aykac (72. R. Manz), Cenigiz, Emini; Veliu (Jadanza). FC Wil U20: Costantini; Rahimi, Velji, Keller; Shaqiri, Lupo, Gjoshi, Breitenmoser, Uzunovic (38. Schällibaum); Titaro, Hajrovic (66. Ademi).