FUSSBALL: Nahe an der Überraschung

Die Wiler U20 um deren Trainer Denis Sonderegger schnuppert gegen Leader Linth während 80 Minuten an der Überraschung. Dann drehen die Gäste das Resultat doch noch zu ihren Gunsten und gewinnen letztlich 2:1.

Jan Wegmann/David Metzger
Merken
Drucken
Teilen
Wils Trainer Denis Sonderegger: «Wir liessen zu viele Chancen ungenutzt.» (Bild: Mario Gaccioli)

Wils Trainer Denis Sonderegger: «Wir liessen zu viele Chancen ungenutzt.» (Bild: Mario Gaccioli)

Jan Wegmann/David Metzger

sport@wilerzeitung.ch

Zu Beginn der Partie war zwischen dem Tabellenführer Linth und dem Wiler Nachwuchs – auf dem drittletzten Rang platziert – kein Unterschied auszumachen. Beide Teams beschränkten sich darauf, sich behutsam abzutasten. Besonders in der ersten Halbzeit wusste der Wiler Nachwuchs spielerisch immer wieder zu gefallen und machte deutlich, derzeit eigentlich am falschen Ort in der Tabelle angesiedelt zu sein. Die Wiler kontrollierten den Gegner über weite Strecken. Tauchten die Gäste doch einmal vor dem Wiler Tor auf, dann verdunsteten die Chancen ungefährlich im Wiler Abendhimmel.

Uzunovic erzielt Führung für Wil

Kurz vor der Pause wusste der Wiler Nachwuchs offensiv einen ersten Nadelstich zu setzen. Nach einem Eckball scheiterte Ensar Hajrovic zunächst per Kopf. In der unübersichtlichen Situation wusste Amar Uzunovic aber am schnellsten zu reagieren und erzielte die 1:0-Führung. Beinahe hätte die Wiler Sturmspitze vor dem Pausenpfiff einen weiteren Treffer draufgesetzt, scheiterte aber an Danko Savanovic im Tor. Wer nach dem Wiederanpfiff vom FC Linth eine Reaktion erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Der Wiler Cheftrainer Denis Sonderegger schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn der Wiler Nachwuchs blieb spielbestimmend. Allerdings verpasste es Wil, die Führung auszubauen. Zunächst sah Hajrovic einen weiteren Kopfball auf der Torlinie abgewehrt, danach brachte auch Thomas Schiavano den Nachschuss nicht im Tor unter. Weil den Wilern in der Folge auch noch ein Penaltypfiff verwehrt blieb, stand es zehn Minuten vor Schluss noch immer 1:0.

Zehn Minuten verändern das ganze Spiel

Die Überraschung war zum Greifen nah. Doch war es nun die Nervosität, die sich im Lager der Wiler breitmachte? Plötzlich war der FC Wil den Angriffsversuchen des FC Linth schonungslos ausgesetzt – kein Vergleich zu den vor­angegangenen 80 Spielminuten. Und die Gäste liessen sich nicht zweimal bitten. Kaltschnäuzig realisierte Filip Hren zunächst den Ausgleich, ehe Simon Gössi in der 87. Spielminute mit seinem aus Wiler Sicht extrem bitteren Treffer zum 2:1 für Linth das Schlussresultat besiegelte.