FUSSBALL: Mit eindrücklichem Lebenszeichen

Der FC Sirnach gewinnt auswärts bei den Uzwiler Serben 4:0 und findet Aufnahme im hinteren Tabellen-Mittelfeld. Das Heimteam enttäuschte durchwegs und kam während 90 Minuten nie auf Touren.

Urs Nobel
Drucken
Teilen
Sirnachs Stürmer Selmani (gelb) düpierte seine direkten Gegenspieler regelmässig. (Bild: Urs Nobel)

Sirnachs Stürmer Selmani (gelb) düpierte seine direkten Gegenspieler regelmässig. (Bild: Urs Nobel)

Urs Nobel

urs.nobel

@wilerzeitung.ch

Als Selmani in der 56. Minute auf Höhe Mittellinie seine Bewacher abschüttelte und alleine aufs gegnerische Tor loszog, griff sich der Serben-Coach Djordje Duvnjak an den Kopf und sah das Unheil kommen. Der schnelle und trickreiche Sirnacher Stürmer zog unwiderstehlich los und liess auch Torhüter Dimic keine Chance. Das zweite Tor für die Hinterthurgauer läutete eine Schlussphase ein, in der sich die Uzwiler Serben zeitweise doch noch auf ihre Fähigkeiten besannen. Weil sie dabei aber etwas gar offensiv auftraten und die Defensive vernachlässigten, kam es noch zu zwei weiteren Treffern für den FC Sirnach. Zuerst verwertete Aydeniz einen Elfmeter, kurz vor Schluss traf er auf eine gut getimte Flanke mit dem Kopf.

Beide Teams mit fehlenden Akteuren

Beide 2.-Liga-Mannschaften stiegen mit dem Handicap, dass ihnen etliche Stammspieler wegen Strafen oder Verletzungen fehlten, in die Partie. In eine, die einem Vergleich zum 2.-Liga-inter-Spiel, welches vorher stattfand, in keiner Art und Weise gerecht werden konnte. In beiden Mannschaften herrschte auf dem Platz grosse Verunsicherung, welche sie nur selten ablegen konnten. Erschwerend für die Uzwiler Serben kam hinzu, dass ihr Trainer, statt das Team von aussen zu unterstützen, nur noch zusätzlich nervös machte.

Ein erfolgreicher Rush auf der rechten Seite brachte für den FC Sirnach die verdiente Führung. Aydeniz wusste damals noch nicht, dass er im Verlauf der Partie zum dreifachen Torschützen würde. Der Sirnacher Führung ging allerdings ein Lattenknaller der Uzwiler voran, der ebenso gut ins Netz gepasst hätte, wie der zweite, rund zehn Minuten danach. Glück hatte Sirnach nochmals vor der Pause, als ein Freistoss von der Seite von Freund und Feind verpasst wurde, aber knapp neben dem Gehäuse von Akin vorbeistrich.

Sirnach hat positiv ­überrascht

Sirnach, das im Verlauf des Spiels drei Junioren einsetzte, kam nach der Pause kaum mehr in Bedrängnis. Einzige Chance Uzwils im zweiten Umgang war ein Abschluss mittels Kopfball, der aber sein Ziel verfehlte.

Während das Serbenteam des FC Uzwil durchwegs enttäuschte und die bisher schlechteste Saisonleistung gezeigt hat, überraschte Sirnach positiv. Ohne zwei Goalgetter vier Treffer zu erzielen, ist keine Selbstverständlichkeit. Es hat jedenfalls die neue Tabellensituation verdient.