FUSSBALL: Mit der Handschrift des Trainers

Der FC Tägerwilen und der FC Tobel-Affeltrangen trennen sich im Spiel der beiden wahrscheinlichsten Absteiger 5:0 (2:0). Die Tobler fallen nach dieser Niederlage wieder auf den letzten Tabellenrang zurück.

Urs Nobel
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Meistens blieb den Tobler-Akteuren (gelb) nicht mehr übrig, als wie gegen Velev dem Gegner hinterher zu laufen. (Bild: Mario Gaccioli)

Meistens blieb den Tobler-Akteuren (gelb) nicht mehr übrig, als wie gegen Velev dem Gegner hinterher zu laufen. (Bild: Mario Gaccioli)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Wäre der FC Tägerwilen im Verlauf der Saison immer so aufgetreten wie gestern um die Mittagszeit, so hätte er nichts mit dem Abstieg zu tun. Hätte Tobel-Affeltrangen immer so wie in Tägerwilen gespielt, stünde ein Absteiger mit Garantie bereits fest. Die Tobler traten äusserst handzahm zu diesem Spiel an. Sie vermochten während der gesamten 90 Minuten Spielzeit kaum einmal Akzente zu setzen. Vom Einsatz und dem Engagement aus dem Wochentagsspiel gegen den FC Arbon war nichts spürbar.

Der FC Tägerwilen gab sich unter der neuen Führung von Thomas Hengartner wie verwandelt. Das zeigte sich bereits beim Einspielen, und von Beginn weg der Partie stand das Team sehr offensiv und liess dem Gegner kaum Räume. Die Tore resultierten allesamt aus Druckperioden und waren verdient. Martin Velev war aber der eigentliche Matchwinner. Er traf bis zur 75. Minute drei Mal, ehe er seinen Einsatz im Schatten der Spielerbank beenden durfte. Weil sich die Tobler auch in der Schluss-Viertelstunde nicht aufbäumten, folgten noch die Tore 4 und 5, die das Schlussresultat bedeuteten.

Der Tobel-Torhüter Schmid schaffte es zwar, einen Penalty abzuwehren, aber nicht den Nachschuss. Niemand der Gäste lief schnell genug in den Strafraum. Dem FC Tobel-Affeltrangen gelangen auch zwei Treffer, die aber allesamt nach einer Offside-Position zu Stande kamen. Auch ein Lattenschuss nach einer gefährlichen Flanke trägt nichts dazu bei, als zu konstatieren, dass die Tobler so in der 2. Liga nichts zu suchen haben. Entschieden ist aber noch nichts. Wenn sich jedoch die Hinterthurgauer in den letzten beiden Spielen nochmals ihrer Stärke besinnen und die mitgefährdeten Teams ohne Erfolgserlebnis bleiben, kann der Ligaerhalt noch realisiert werden. So richtig daran glauben wird das Team aber nach gestern nicht mehr.

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