FUSSBALL
Keine weitere Überraschung: Das Zuzwiler Cup-Abenteuer endet im Halbfinal

Nach zwei Siegen gegen höherklassige Vereine muss sich der 3.-Liga-Klub FC Zuzwil in der Cup-Qualifikation am Dienstagabend im Halbfinal dem FC Winkeln aus der 2. Liga mit 1:3 beugen. Verständlicherweise gross war die Enttäuschung bei den Zuzwilern, deren Trainer aber auch stolz auf die Cup-Leistungen seines Teams ist.

Simon Dudle / Tim Frei
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Das gelang den Zuzwilern zu selten: Stürmer Silvan Moser (in Weiss) enteilt der Winkler-Abwehr.

Das gelang den Zuzwilern zu selten: Stürmer Silvan Moser (in Weiss) enteilt der Winkler-Abwehr.

Bild: Tim Frei

Bereits fünf Runden hatte der FC Zuwzil (3. Liga) zuvor in der Cup-Qualifikation überstanden. Zuletzt waren mit dem SC Bronschhofen und dem FC Wängi zwei 2.-Liga-Teams ausgeschaltet worden. Dementsprechend gross waren die Hoffnungen auf einen dritten Streich im Halbfinal der Cup-Qualifikation. Zumal Gegner Winkeln eine mässige Saison spielt und erst am vergangenen Wochenende den Ligaerhalt sicherstellte.

Doch der St.Galler Vorstadtklub war eine zu hohe Hürde für das unterklassige Heimteam. Zuzwil-Trainer Petrit Duhanaj konnte die Enttäuschung über das Ausscheiden nach der Partie nicht verbergen: «Wir wollten uns unbedingt erstmals für den Final qualifizieren, der erst noch vor eigenem Anhang stattgefunden hätte.» Doch Duhanaj sagte auch: «Wir dürfen stolz auf unsere Leistungen im Cup sein, waren wir doch zwei Jahre lang und neun Spiele in Serie unbesiegt.»

Im letzten Drittel fehlte es an der Durchschlagskraft

Die beiden ersten wegweisenden Tore für Winkeln fielen in einer frühen Phase jeder Halbzeit. Noch keine 200 Sekunden waren auf dem Zuzwiler Gemeindesportplatz gespielt, als Luca Rölli die Gäste mittels direkt verwandeltem Corner in Führung brachte. «Das war ein unglücklicher Beginn für meine Mannschaft, die sich für dieses Spiel so viel vorgenommen hatte», sagte Petrit Duhanaj:

«Wir brauchten ein paar Minuten, um uns von diesem Rückschlag zu erholen und in den Rhythmus zu kommen. Wir fanden schliesslich immer besser ins Spiel, doch es fehlte im letzten Drittel an der Durchschlagskraft.»

Rückwirkend verdiente sich die Oberklassige den Vorsprung, war doch der 2.-Ligist zunächst die bessere Mannschaft. Nach gut 30 Minuten kam Zuzwil immer stärker auf. Doch kurz nach Wiederbeginn folgte die zweite kalte Dusche, als Winkelns Captain Marc Grünenfelder mit dem 2:0 die Weichen stellte – ein schnell und sehenswert herausgespielter Treffer über die linke Seite.

Captain Gähwiler und Di Gaetano fallen in erster Halbzeit verletzt aus

Trotzdem durften die tapferen Zuzwiler nochmals von einer Überraschung träumen. Denn Tim Benz brachte 20 Minuten vor Schluss mit einem verwandelten Foulpenalty die Hoffnung auf den Cupfinal zurück, worauf die beste Phase der Zuzwiler folgte. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Michael Bossert, der bei Schussabgabe aber zu stark in Rücklage geriet, sodass der Ball klar übers Tor ging.

Als dann Grünenfelder fünf Minuten vor Schluss den Zweitore-Vorsprung wieder herstellte, war die Partie entschieden. Alles in allem ein verdienter Sieg für Winkeln. Bitter für Zuzwil: Nach nicht einmal 20 Minuten musste Captain und Offensivspieler Patrick Gähwiler verletzt vom Rasen, kurz vor der Pause traf es mit einer Fussknöchelverletzung auch noch den formstarken Daniele Di Gaetano.

Im Cupfinal trifft der FC Winkeln am 4. Juli, 16 Uhr, daheim auf den FC Mels, der ebenfalls in der 2. Liga spielt. Mels setzte sich am Dienstagabend im anderen Cup-Halbfinal gegen den FC Bischofszell aus der 3. Liga auswärts mit 2:1 durch.

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