FUSSBALL: Kein Kehraus im letzten Spiel

Der FC Sirnach – bereits als Absteiger feststehend – besiegte auswärts den FC Uzwil 3:2 (1:1). Eine schlimmere Verletzung des Sirnacher Torhüters Igo Pantovic trübte die Siegesfreude der Hinterthurgauer.

Urs Nobel
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Obwohl es um nichts mehr ging, schenkten sich die beiden Teams nichts. (Bild: Urs Nobel)

Obwohl es um nichts mehr ging, schenkten sich die beiden Teams nichts. (Bild: Urs Nobel)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Ein Zusammenprall führte dazu, dass Sirnachs Torhüter Nummer 2 gepflegt werden musste. Die Partie lief danach weiter, die Uzwiler strebten vehement den Ausgleich an. Plötzlich lag – weitab vom Geschehen – Pantovic in seinem Tor und krümmte sich vor Schmerzen. Er wurde erneut gepflegt, um nachher direkt in ärztliche Behandlung gebracht zu werden. Stand heute soll es sich bei der Verletzung um gebrochene Rippen handeln. Resultatmässig änderte sich nachher nichts mehr. Lionel Zefi, Sirnachs Torhüter Nummer 3, überstand die letzte Viertelstunde ungeschlagen, obwohl er sich noch zweimal zünftig strecken und reaktionsschnell reagieren musste, um keinen Treffer zu kassieren.

Verlust einer Identifikationsfigur

Kurz nach dem Ausscheiden von Pantovic stand erneut ein Spieler im Mittelpunkt, diesmal auf Uzwiler Seite. Dave Obrist, der zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich traf, wurde ausgewechselt. Er erhielt nicht nur seiner Leistung wegen grossen Applaus, sondern weil es sein letzter Einsatz in den Farben seines Vereins spielte. Obrist wechselt zum FC Herisau und wird dem FC Uzwil als Identifikationsfigur fehlen.

Der FC Uzwil ging nach einer Viertelstunde durch Holenstein 1:0 in Führung. Nico Manz vertändelte im Mittelfeld einen Ball, Oertig leitete diesen sofort weiter auf den heraneilenden Holenstein, der zur Führung traf. Für den Fortverlauf der Partie wichtig war der Ausgleich durch Cenigiz kurz vor der Pause. Der Torschütze wurde von Emini angespielt, umlief Torhüter Gähwiler und sorgte für den Pausenstand. Sirnach hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehr Spielanteile, das Resultat war somit gerecht.

Ein satter Distanzschuss nach Eckball durch Kononenko brachte Sirnach erstmals in Führung. Nur wenig später sorgte Obrist aber wieder für den Ausgleich. Erneut nur wenig später sorgte der nächste Saison bei Uzwil spielende Asani für den Siegtreffer. Dies nach einer interessanten Freistossvariante.

Auch wenn auf Seiten des FC Sirnach die Freude über den Sieg mindestens leicht getrübt war, zeigten sich Spieler und Staff stolz über den Erfolg. «Hätten wir doch nur öfters so gespielt», waren sich die Akteure einig, «dann müssten wir nicht absteigen.»

Der FC Uzwil wiederum konnte nach Spielschluss mit der Niederlage leben, obwohl er in der Schlussphase grosse Anstrengungen auf sich nahm, um noch den Ausgleich zu erzielen. Gross Wunden lecken musste er aber nicht. Nur zwei Stunden später war wieder die gesamte «Uzwil-Familie» beim Galaabend beisammen, feierte den Saisonschluss und verabschiedete sechs Akteure. Es waren dies: Michael Gähwiler (Torhüter), der zum FC Bazenheid wechselt, Dave Obrist und Michael Keller (beide nächste Saison beim FC Herisau), Philipp Meissner (Rücktritt), Jasmin Abdoski (zurück zum FC Widnau) sowie Arco Anic. Um das Kader wieder zu komplettieren, wurden folgende neue Spieler verpflichtet: Timon Waldvogel (Torhüter vom FC Tuggen), Jusuf Shale (FC Tuggen), Faton Ziberi (Austria Lustenau U21), Gojart Gjergli (Wettswil-Bonstetten), Getuart Asani (FC Sirnach), Du­shan Ramsavlievic (FC Gossau).