FUSSBALL: Fondue essen statt Fussball spielen

Fussball Erwartungsgemäss konnte das vor zwei Wochen verschobene Meisterschaftsspiel in der 2. Liga inter zwischen dem FC Sirnach und dem FC Uzwil nicht durchgeführt werden. Dafür feierten die Sirnacher einen gelungenen Familienabend.

Urs Nobel
Merken
Drucken
Teilen
Die Spieler der ersten Mannschaft des FC Sirnach verwöhnen die Gäste mit Getränken. (Bild: Urs Nobel)

Die Spieler der ersten Mannschaft des FC Sirnach verwöhnen die Gäste mit Getränken. (Bild: Urs Nobel)

Sie haben es sich fest vorgenommen und Taten folgen lassen. «Wir – gemeinsam – jetzt» soll nicht zu einem Slogan verkommen, den man einmal erfunden hat und dem niemand nachlebt. Den Verantwortlichen des FC Sirnach ist es jedenfalls ernst, wenn sie betonen, dass aus ihrem Verein wieder eine Familie werden soll, in der alle Mitglieder gleich wertvoll sind. Dem Motto wird unterdessen bereits ein halbes Jahr intensiv nachgelebt, und so ist die Zeit gekommen, eine erste Bilanz zu ziehen. «Noch haben wir einen weiten Weg vor uns», sagte der neue Vereinspräsident Peter Sommer, welcher hauptverantwortlich für den eingeschlagenen Weg ist. «Der heutige Abend zeigt mir aber, dass wir den richtigen Pfad eingeschlagen haben.»

Mit dem heutigen Abend meinte Sommer den Vereinsanlass, zu dem alle Mitglieder – Junioren mit Eltern – eingeladen waren. Dieser fand am Samstag statt, und gegen 150 Erwachsene und Junioren erlebten einen gemütlichen Abend mit dem Höhepunkt eines gemeinsamen Waldfondue am Feuer oder einer Spaghettata im Clubhaus.

Die erste Mannschaft bediente die Gäste aufmerksam und hatte einen grossen Anteil am Gelingen. Die Geste der «Alder-Buebe» kam jedenfalls bestens an und schaffte jenen Goodwill am Fanionteam, wie sich das Trainer Andreas Alder und Sportchef Ivo Nater gewünscht hatten. Die beiden durften zudem erfreut feststellen, dass einige Akteure nebst Fussballspielen auch noch andere Fähigkeiten besitzen.

Nachholtermin erst im nächsten Frühjahr
Apropos Fussballspielen. Bereits am Samstag stand fest, dass die Partie zwischen dem FC Sirnach und dem FC Uzwil nicht stattfinden würde. Mario Osta, der Delegierte der Amateurliga, hatte das Spielfeld am Samstagmorgen inspiziert und als nicht bespielbar taxiert. Da nicht mehr zu erwarten ist, dass sich die Platzverhältnisse noch diesen Monat verbessern, ist man mit dem Verband übereingekommen, das Spiel auf das nächste Frühjahr anzusetzen. Drei Nachholmöglichkeiten bestehen: ein Wochentagspiel Anfang März auf der Grünau. Dann aber auch der Termin der zweiten Cuprunde. Weil beide Teams bereits ausgeschieden sind, wäre das eine Möglichkeit. Dem FC Sirnach wäre es indessen am liebsten, wenn diese Partie am Ostersamstag ausgetragen würde. «Bei wärmerem Wetter kommen mehr Zuschauer. Die Konsumationen wären deshalb höher. Dies wiederum käme unserer Kasse sehr gelegen», sagte Ivo Nater. Das Training beim FC Sirnach wurde per sofort unterbrochen. «Alle Spieler und Funktionäre haben eine Pause verdient. Im Januar geht es wieder weiter», sagte Alder.