FUSSBALL: Erinnerungen werden wach

Der Höhepunkt des Wochenendes ist das 2.-Liga-inter-Derby zwischen dem FC Bazenheid und dem FC Uzwil. Ein Spiel, das im Vorfeld keinen klaren Favoriten kennt.

Beat Lanzendorfer/Urs Nobel
Drucken
Teilen
Der Kirchberger Patrick Schönenberger führt die Toggenburger Torschützenliste mit sieben Toren an. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Kirchberger Patrick Schönenberger führt die Toggenburger Torschützenliste mit sieben Toren an. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer/Urs Nobel

sport@wilerzeitung.ch

Derbys zwischen Bazenheid und Uzwil hatten in der Vergangenheit häufig entscheidenden Charakter. Dies war auch bei den beiden letzten Ernstkämpfen in der Saison 2014/15 nicht anders. Am 30. August 2014 setzte sich Uzwil auf dem Ifang nach hartem Kampf mit 3:2 durch. Im Rückspiel am 18. April 2015 erreichte Bazenheid trotz Feldüberlegenheit lediglich ein 2:2. Am Ende hatten beide 53 Punkte auf dem Konto. Uzwil stieg mit Trainer Benz wegen der besseren Fairplaywertung in die 2. Liga inter auf. Nun begegnen sich die beiden Vereine am Samstag auf dem Ifang auf Augenhöhe. Aufgrund der Spielerqualität dürfte Uzwil leichte Vorteile haben. Bazenheid ist mit sechs Punkten aus den letzten drei Partien im Aufwind.

Die Einheit soll den Ausschlag geben

Heris Stefanachi schätzt seinen morgigen Gegner folgendermassen ein: «Die Mannschaft verfügt über viel Erfahrung, weil diverse Spieler schon in oberen Ligen zum Zug gekommen sind. Das Kader besteht auf dem Papier aus den besseren Einzelspielern. Physisch, in puncto Grösse und Kraft, sind sie uns ebenfalls eine Spur voraus.» Sein Team jedoch habe Vorteile in den Automatismen und in der Spielstruktur. Im spielerischen Kollektiv könne er auf die bessere Mannschaft ­zählen. Zudem seien die Akteure eine Einheit, und dies müsse sein Team zum Vorteil nutzen.

Beide Teams mit grossem Respekt voreinander

Grossen Respekt voreinander haben auch der FC Frauenfeld und der FC Wil U20. Aufseiten der Thurgauer weiss man um die gut ausgebildete junge Truppe, die systemgetreu spielt und die nach ihrem ersten Saisonerfolg (3:0 gegen Einsiedeln) über eine sehr gute Moral verfügt. Beim FC Wil U20 verweist man darauf, dass der FC Frauenfeld weitaus stärker einzuschätzen sei als seinerzeit die Schwyzer und dass das Team nach der verletzungsbedingten Absenz ihres Spielertrainers wieder vermehrt Stabilität in der Defensive bekommen habe.

Nach der Cupniederlage auswärts gegen den FC Tobel-Affeltrangen und dem 2:2-Unentschieden auswärts gegen den FC Abtwil-Engelburg, kommen die Sirnacher, die in der regionalen 2. Liga spielen, wieder einmal zu einem Heimspiel. Mit dem FC Rorschach-Goldach treffen die Hinterthurgauer auf einen Gegner, der bisher zweimal gewonnen, einmal unentschieden gespielt und zwei Niederlagen kassiert hat. Die auf diese Saison neugegründete Spielgemeinschaft befindet sich somit im breiten Mittelfeld der Tabelle.

Anders der FC Sirnach: Er wartet noch immer auf den ­ersten Saisonsieg und belegt den letzten Tabellenrang. Die per Ende vergangener Saison angekündete und eingeleitete Neuorientierung hat sich bisher weder im Verein noch in den Ergebnissen der ersten Mannschaft niedergeschlagen. Ausser dem Umstand, dass es Trainer Andi Alder ernst meint mit dem Einsetzen von jungen, eigenen Spielern. In der vergangenen Partie gegen Abtwil-Engelburg war bereits das dritte junge Eigengewächs zu einer Einsatzzeit gekommen. Dass dies mindestens anfänglich zu einem gewissen Substanzverlust geführt hat, ist fast logisch. Man will den geplanten Weg jedoch weitergehen und zeigt sich hoffnungsfroh, dass sich das Engagement bald einmal in Punkten für die erste Mannschaft niederschlägt.

Die Gegner sind die Favoriten

Leader gegen den Tabellen­vierten heisst die Affiche vor dem Spiel SC Bronschhofen gegen den FC Amriswil (2. Liga). In Anbetracht der kontinuierlichen Leistungen der Thurgauer sind die Gäste klarer Favorit. Auch die Leistung des SC Bronschhofen vor Wochenfrist in Steinach lässt keine allzugrossen Hoffnungen auf Punkte zu. Die Truppe um Trainer Miro Caktas ist zwar hervorragend in die Saison gestartet, bekundete in den letzten Spielen aber grössere Mühe, das Niveau zu halten respektive zu verbessern. Punkte für das Heimteam morgen auf dem Ebnet wären jedenfalls eine grosse Überraschung.

Was für Bronschhofen gilt, ist auch für Uzwil 2 auswärts gegen Calcio so. Der Tabellenzweitletzte wird gegen den Tabellenzweiten erneut leer ausgehen und weiter auf den ersten Saisonsieg warten müssen.

Die Augen sind auf Zuzwil gerichtet

Zwischen dem FC Zuzwil und dem FC Flawil kommt es in der 3. Liga zu einem eigentlichen Spitzen- und auch Prestigekampf. Leader Zuzwil hat auf die Untertoggenburger zwar fünf Punkte Vorsprung, wobei Flawil ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Zuzwil hat schon in der vergangenen Saison positiv überrascht und in etwa da weitergemacht, wo er aufgehört hat. Die kontinuierliche Arbeit im Verein trägt Früchte.

Flawil hat in dieser Saison auch noch nie verloren, aber zwei Remis auf dem Konto. Die Untertoggenburger machen nicht mehr jenen souveränen Eindruck wie in der Zeit, als sie den sofortigen Wiederaufstieg angepeilt hatten, aber gescheitert sind. Sowohl der FC Zuzwil als auch der FC Flawil befinden sich noch im Cuprennen und gelten als Hoffnungsträger der Region.