FUSSBALL: Die Realität sieht düster aus

Der FC Bazenheid verliert das am Wochenende­ ­verschobene Spiel in Einsiedeln 0:1 (0:1).

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Fussball Nach 15 Minuten bemerkte der mitgereiste Vinzenz Widmer: «Einsiedeln wäre zu ­packen.» Eine Zeigerumdrehung später war seine Aussage Makulatur. Blöchlinger lupfte den Ball über Torhüter Gähwiler, von dort prallte er an den hinteren Pfosten. Ab dieser Szene herrschte in der Bazenheider Defensive Panik. Die gute Startphase war vergessen.

Die Einheimischen drückten nun vehement aufs Gas. Speziell die rechte Abwehrseite der Toggenburger war mehrfach überfordert, wenn die schnellen Blöch­linger und Schönbächler Tempo aufnahmen. Dass es bei Halbzeit nur 1:0 stand, lag am Unvermögen der Schwyzer, die kurz vor dem Seitenwechsel mehrmals aus guter Position vergaben.

In der Pause war mehrfach die Aussage «bedenklich» zu ­hören. Dies musste bis in die Kabine durchgedrungen sein, denn Trainer Stefanachi versuchte mit einer taktischen Umstellung die dritte Saisonniederlage zu verhindern. Cakir ging in die Offensive, seine Position hinten links nahm Gebert ein. Zudem kam Jungblut für den glücklosen Beluli. Bazenheid erarbeitete sich vermehrt Vorteile im Spielaufbau, die Aktionen vor Schlussmann Nützel blieben aber harm- und wirkungslos. Bezeichnend jene Szene, als Jungblut mit einem ­Gewaltschuss den Ausgleich erzwingen wollte, stattdessen aber Cakir anschoss – von dessen Körper prallte der Ball neben das Tor. Nach vier gespielten Runden sieht die Realität düster aus. Schon jetzt ist von aussen zu ­spüren, dass sich Angst und Unsicherheit breitmacht. Was fehlt, ist der Knipser vor dem Tor. Von der souveränen Spielweise der vergangenen Saison sind die Bazenheider meilenweit entfernt.

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@toggenburgmedien

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