FUSSBALL
«Die Mannschaft brennt auf diesen Moment»: Was FC-Uzwil-Trainer Armando Müller vor dem ersten Spiel seit über sieben Monaten sagt

Für die erste Mannschaft des FC Uzwil beginnt mit dem Heim-Testspiel von Mittwochabend gegen Tuggen die Vorbereitung auf den Meisterschafts-Restart so richtig. Armando Müller, der Uzwiler Sportchef und Trainer, lobt die Einstellung seiner Mannschaft – und sagt, was ihm in der ersten Partie nach so langer Zeit wichtig ist.

Tim Frei
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Orcun Cengiz und der FC Uzwil messen sich am Mittwoch ab 19.45 Uhr auf der Sportanlage Rüti mit dem FC Tuggen.

Orcun Cengiz und der FC Uzwil messen sich am Mittwoch ab 19.45 Uhr auf der Sportanlage Rüti mit dem FC Tuggen.

Michel Canonica (Henau, 15. August 2020)

Nach der coronabedingten Wettkampfpause von über sieben Monaten darf die erste Mannschaft des FC Uzwil (2. Liga interregional) endlich ein Spiel bestreiten. Die Partie auf der heimischen Sportanlage Rüti gegen das
1.-Liga-Team des FC Tuggen von Mittwochabend ist zwar erst ein Testspiel, doch das ändert nichts daran, dass die Uzwiler dem Anpfiff um 19.45 Uhr entgegenfiebern. Dazu Trainer Armando Müller:

«Die Freude bei uns allen ist riesig. Die Mannschaft brennt auf diesen Moment.»

Müller, der auch Uzwiler Sportchef ist, freut sich nicht nur für sein Team, sondern auch für das Vereinsumfeld: Dass es nun langsam wieder losgehe im Amateurbereich, sei für die Spieler und die Anhänger nicht nur wegen des Sports wichtig. «Es geht auch um den gesellschaftlichen Aspekt des Fussballs, wieder gemeinsam etwas zu erleben – natürlich unter Einhaltung der Schutzkonzepte.»

Müller: «Die Spieler waren stets mit Engagement bei der Sache»

Seit März 2021 trainieren die Uzwiler entsprechend den Auflagen des Bundes wieder in zwei Gruppen von je zehn bis zwölf Personen, die sich pro Einheit in den Bereichen Kondition und Technik abwechseln. Wöchentlich standen wie bei regulärem Saisonbetrieb drei Trainings an.

Armando Müller, Trainer und Sportchef FC Uzwil.

Armando Müller, Trainer und Sportchef FC Uzwil.

Bild: Stephanie Engeler

Dazu sagt Müller: «Wir haben uns so ausgerichtet, als würde nach dem jeweils nächsten Öffnungsschritt die Meisterschaft wieder aufgenommen werden. Traf dies nicht ein, disponierten wir um und reduzierten das Trainingspensum, bis wir es vor den nächsten Lockerungen wieder steigerten.»

Dass es bei solchen Aufs und Abs auch bei der Motivation Wellen gibt, ist für Müller nur menschlich. Doch er sagt auch: «Ich muss meiner Mannschaft ein grosses Kompliment machen. Sie ist mit dieser schwierigen Ausgangslage sehr diszipliniert umgegangen. Wir Coaches mussten die Spieler nie besonders pushen, sie waren stets mit Engagement bei der Sache.»

Nur Lanker und Knöpfel fehlen – die Uzwiler spüren ein Kribbeln

Uzwil kann das Testspiel gegen Tuggen fast in Bestbesetzung in Angriff nehmen. Bis auf die angeschlagenen Michel Lanker und Thomas Knöpfel sind alle Spieler einsatzfähig. Am wichtigsten ist Müller, dass alle Akteure verletzungsfrei bleiben.

«Nach so langer Zeit wieder eine Partie – das ist nicht ohne für den Körper.»

Sein Team gehe stets mit dem Anspruch auf den Rasen, das Spiel zu gewinnen. «Doch in diesem Fall sicher nicht um jeden Preis, wir werden nichts überforcieren.» Für Müller und die Mannschaft ist das Testspiel gegen einen starken Gegner eine erste Standortbestimmung. Der Trainer ist überzeugt, dass die Spieler fit sind. Doch er sagt auch: «Nach so langer Wettkampfpause spüren wir alle ein Kribbeln – und sind gespannt zu sehen, wo wir stehen.»

Die Testspiele der regionalen Teams

Dienstag: Bischofszell (3. Liga) – Dussnang (3.) 2:0. Wängi (2.) – Uzwil II (2.) 1:4. Zuzwil (3.) – Flawil (3.) 2:3.
Mittwoch: 19.45 Uzwil (2. inter) – Tuggen (1.). 20.15 Frauenfeld (2.) – Bazenheid (2. int.).