FUSSBALL: Der Traum vom Traumlos

Die 2.-Liga-inter-Teams bestreiten am Wochenende die erste von drei möglichen Qualifikationspartien im Schweizer Cup.

Urs Nobel
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Peter Sommer: «Wir halten am eingeschlagenen Weg fest.» (Bild: Urs Nobel)

Peter Sommer: «Wir halten am eingeschlagenen Weg fest.» (Bild: Urs Nobel)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Will ein regionales Fussballteam in die Hauptrunde des Schweizer Cups einziehen, so muss es sechs Qualifikationsspiele siegreich überstehen. Ein 2.-Liga-inter-Team hat es ein bisschen einfacher. Drei Siege genügen. Drei Siege jedoch allesamt auch gegen Inter-Mannschaften. Am Wochenende startet die erste Qualifikationsrunde. Mit dabei der FC Uzwil und der FC Bazenheid. Beide Teams wissen, wie attraktiv es ist, einen Gegner aus der Super League oder Challenge League empfangen zu dürfen. Man steht plötzlich im Rampenlicht und noch viel wichtiger: Wenn es das Cup-Los gut mit einem meint, kann das Vereinskässeli ganz schön gefüllt werden.

Keine Frage, dass es morgen Samstag für den FC Uzwil und den FC Bazenheid nicht nur darum geht, die erste Runde zu überstehen. Beide Mannschaften treten auswärts an, was besonders die eigenen Platzwarte freuen dürfte. Denn das garstige und nasse Wetter von dieser Woche liesse kaum ein reguläres Spiel auf den eigenen Plätzen zu.

Der FC Uzwil hat mit den Blue Stars aus Zürich ein ganz schwieriges Los zugeteilt bekommen. Der Traditionsverein ist vor allem für seine Nachwuchsförderung bekannt und hat den «grossen» Stadtzürcher-Vereinen schon des Öfteren selber ausgebildete Spieler überlassen.

Zürcher haben ihre Stärke in der Defensive

Nach Abschluss der Vorrunde in der Gruppe 5 belegt der FC Blue Stars Rang 8 mit 17 Punkten aus 13 Spielen. Nur 20 geschossene Tore lassen den Schluss zu, dass dessen Stärke nicht in der Offensive liegt. Dafür verfügen die Zürcher über eine starke Defensive. Bisher haben sie erst 18 Treffer entgegennehmen müssen. 50 Punkte in der Fairness-Tabelle lassen zudem vermuten, dass es in den Reihen des FC Blue Stars einige Hitzköpfe stehen. Dass der morgige Gegner des FC Uzwil am vergangenen Wochenende dem Tabellenführer SC Zofingen ein 1:1-Unentschieden abgerungen hat, sollte die Untertoggenburger zusätzlich zu Vorsicht mahnen.

Man darf morgen Samstag auf dem Hardhof aber auch gespannt darauf sein, wie sich der FC Uzwil präsentiert. Ob er nach der Mitteilung, dass der Trainer den Verein verlässt, im selben Stil weiterspielt oder ob sich die Meldung negativ auf die Leistung auswirkt. Das wäre sehr schade und auch unangebracht. Das Ziel, die Qualifikationsrunde, darf auch nicht aus den Augen gelassen werden, wenn dann in der zweiten Runde ein neuer Trainer an der Seitenlinie steht.

Keinerlei Abgangsgelüste hat Heris Stefanachi, Trainer des FC Bazenheid. Aber er würde seine Mannschaft nur zu gerne in der Hauptrunde aufs Feld schicken und ihr aus eigener Erfahrung mitteilen, was es braucht, um vor einer imposanten Kulisse einen der grossen Gegner zu ärgern. Stefanachi war noch als Spieler beim FC Bazenheid, als die Toggenburger den FC St. Gallen an den Rand einer Niederlage brachten. Aber auch er weiss, dass es zuerst schwieriger ist, drei Qualifikationsspiele zu überstehen, bis es zu einem solchen Fussballfest kommen kann.

Vorteile liegen beim FC Bazenheid

Morgen Samstag tritt der FC Bazenheid beim FC Buchs an. Beim Mitaufsteiger aus der 2. Liga und beim Überraschungsteam der ersten Meisterschaftsspiele. Unterdessen sind die Rheintaler aber auf den Boden der Realität zurückgekehrt und belegen in derselben Gruppe wie der FC Bazenheid Tabellenrang 8 mit 16 Punkten aus 13 Spielen.

Der FC Bazenheid hingegen hat den umgekehrten Weg gemacht. Er hat in den ersten Partien eine Liga höher Lehrgeld bezahlt und Punkte verloren, um nachher mit einer eindrücklichen Leistungssteigerung Rang für Rang gutzumachen und jetzt mit 21 Punkten auf dem sechsten Platz überwintern zu können.