FUSSBALL: Der Reiz eines Derbys

Nachdem in der 2. Liga inter in nur einer Woche zwei Lokalrivalen-Derbys stattgefunden haben, findet heute eines in der 2. Liga statt. Dabei treffen der SC Bronschhofen und der FC Sirnach aufeinander.

Urs Nobel
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Die Sirnacher (blau) sind im heutigen Spiel gegen Bronschhofen nicht Favorit. (Bild: Urs Nobel)

Die Sirnacher (blau) sind im heutigen Spiel gegen Bronschhofen nicht Favorit. (Bild: Urs Nobel)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Es ist erst zwei Jahre her, da spielte der SC Bronschhofen noch in der beschaulichen 3. Liga und der FC Sirnach kämpfte in der 2. Liga inter um den Klassenerhalt. Seither hat sich einiges geändert. Bronschhofen ist auf-, Sirnach abgestiegen. Beide spielen jetzt in der 2. Liga. Bronschhofen ist der Saisonauftakt um einiges besser geglückt als den Sirnachern. Die Mannschaft, welche heute die Gastgeberrolle übernimmt, rangiert im breiten Mittelfeld der Tabelle, die Hinterthurgauer haben erst gerade vergangenes Wochenende den Sprung über den Trennstrich, der über Ligaver-bleib oder Abstieg entscheidet, realisiert.

Abgänge kaum ausgleichend kompensiert

Während die Bronschhofner etwas über Wert klassiert sind, befindet sich Sirnach deutlich hinter den eigenen Erwartungen. Die zahlreichen Abgänge konnten (wollten) nicht 1:1 kompensiert werden. Hinzu kommt, dass die Mannschaft von Trainer Alder wegen zahlreicher verletzungsbedingten Absenzen noch nie zwei Spiele hintereinander in derselben Formation spielen konnte. Heute Abend darf deshalb ein ausgeglichenes Spiel erwartet werden, dass keinen Favoriten kennt. Der SC Bronschhofen hat vor Wochenfrist schlecht gespielt und verloren, Sirnach immerhin gegen Wängi unerwartet gewonnen.

Uzwiler Serbenteam ist erwacht

Der FC Uzwil 2, der ebenfalls in der 2. Liga spielt, hat sich nach dem erwartet schwachen Saisonstart erholt und sich zum Favoritenschreck entwickelt. Vor Wochenfrist gelang dem Serbenteam ein verdienter Erfolg gegen den bisher ungeschlagenen Leader Amriswil. Mit Ausnahme des eigenen Umfelds hätte dies wohl niemand erwartet. Der Erfolg zeigt auf, dass die auf diese Saison umformierte Mannschaft zu einer Einheit gefunden hat. Dass das Team über etliche technisch überdurchschnittliche Akteure verfügt, ist hingegen schon länger bekannt. Gegen den FC Abtwil-Engelburg ist Uzwil 2 nicht mehr der Jäger, sondern der Gejagte.

Endlich aus dem Sumpf herauskommen

Das FC-Wil-Nachwuchsteam U20, das in der 2. Liga inter nicht vom Tabellenende wegzukommen scheint, kann am Wochenende zusehen und zuwarten, was die Gegnerschaft macht. Die Wiler spielen nämlich erst am Sonntag um 18 Uhr auswärts gegen das Nachwuchsteam des FC Schaffhausen. Schaffen die jungen Talente der Region den Durchbruch? Können sie endlich einmal fehlerfrei auftreten und so spielen, wie von ihnen erwartet wird? Obwohl die Tabellenlage anderes aussagt, ist die junge Truppe gut genug, um in dieser Liga mitzuhalten.

Es muss wieder eine Steigerung her

Der FC Bazenheid trifft auf eigenem Terrain auf den FC Buchs, der auf diese Saison hin ebenfalls in die Inter-Klasse aufgestiegen ist und mit einem sensationellen Start aufwartete, der drei Spieltage lang für die Tabellenführung reichte. Der FC Bazenheid muss sich gegenüber der vergangenen Partie steigern, will er seinen Gegner vom Samstag ohne Punkte nach Hause schicken.

Gute Ausgangslage bewahren

Der FC Uzwil ist nahe an der Tabellenspitze dran. Um diese Ausgangslage allenfalls sogar noch zu verbessern, wird von den Untertoggenburgern gegen den unbequemen FC Rüti auf dem Sportplatz Rüti ein Sieg erwartet. Gegen einen ernst zu nehmenden Gegner allerdings.