FUSSBALL: Alles blickt ins Toggenburg

Am Wochenende greifen auch die regionalen Mannschaften wieder ins Meisterschaftsgeschehen ein. Aufstiegsfavorit in der 2. Liga ist der FC Bazenheid.

Urs Nobel
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Der Ball rollt am Wochenende auch in der Region wieder. (Bild: Urs Nobel)

Der Ball rollt am Wochenende auch in der Region wieder. (Bild: Urs Nobel)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Vier Mannschaften aus der Region spielen in der 2. Liga. Der FC Bazenheid (1.), der FC Uzwil 2 (Serbenteam, 7.), der SC Bronschhofen (8.) und der FC Tobel-Affeltrangen (10). Obwohl die drei letztgenannten Teams hintere Ränge in der Tabelle belegen, sollten sie bei normalem Verlauf der Rückrunde nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Der FC Abtwil-Engelburg und der FC Herisau sind zu weit abgeschlagen, als dass von ihnen noch die grosse Aufholjagd erwartet werden kann.

Der FC Bazenheid, wer denn sonst

Im vierten Anlauf sollte es dem FC Bazenheid in dieser Saison endlich gelingen, in die 2. Liga inter aufzusteigen. In der Vorrunde haben die Toggenburger die Basis mit elf Siegen aus elf Spielen gelegt. Acht Punkte Abstand auf das zweitplatzierte Calcio Kreuzlingen sind ein beruhigendes Polster. Vorbereitungsspiele sollten zwar nicht dazu herhalten, aufgrund ihrer Resultate Prognosen zu stellen. Der FC Bazenheid präsentierte sich jedoch gegen starke Gegner derart eindrücklich, dass davon ausgegangen werden kann, dass er sich die Butter in der Rückrunde nicht mehr vom Brot nehmen lassen wird.

Bazenheids Trainer Heris Stefanachi nimmt das Wort Aufstieg zwar bewusst nicht in den Mund: «Wir sind noch nicht durch.» Aber auch er weiss, dass nichts mehr schief gehen kann, wenn es ihm weiter gelingt, die Mannschaft so zu führen wie bisher.

Dann bereit sein, wenn das Fanionteam Platz macht

Uzwil 2 befindet sich im sicheren Mittelfeld, ohne grosse Ambitionen nach oben in der Tabelle und auch ohne Ängste gegen hinten haben zu müssen. Das Serbenteam hat eine überraschend intensive Vorbereitung hinter sich. Es will dann bereit für weitere Taten sein, wenn die erste Mannschaft des FC Uzwil nächste Saison den angestrebten Aufstieg in die 1. Liga schafft und somit ihren Serben den Platz in der 2. Liga inter frei macht.

Vorzeitig den Ligaerhalt sichern

Für den SC Bronschhofen und den FC Tobel-Affeltrangen geht es vor allem in den Heimspielen darum, die zum möglichst vorzeitigem Ligaerhalt nötigen Siege und Punkte einzufahren. Dazu ist jedoch eine Steigerung im Vergleich zur Vorrunde vonnöten. Aufsteiger Bronschhofen sollte sich unterdessen in der neuen Liga zurechtgefunden haben, Tobel-Affeltrangen muss sich vor allem in der Offensive verbessern.

Bereits zwei Spiele haben die drei 2.-Liga-inter-Teams FC Uzwil (8.), FC Wil U20 (9.) und FC Sirnach (12) in der Rückrunde hinter sich. Erst auf einen Punkt ist der FC Uzwil gekommen. Wil und Sirnach blicken auf zwei Remis zurück. Alle drei Teams haben höhere Ambitionen und hätten mehr als bisher erreichen sollen. Der FC Uzwil und der FC Wil U20 müssen immerhin keine Ängste bezüglich eines Abstiegs hegen. Dafür der FC Sirnach, der nach dem dritten Unentschieden in diesem Jahr wieder einen Abstiegsplatz belegt. Für die Hinterthurgauer gibt es für das Spiel vom Sonntag gegen die zweite Mannschaft des FC Schaffhausen nur eine Devise: «Verlieren verboten, ein Unentschieden ist zu wenig, ein Sieg muss her.» Wenn es dem FC Sirnach gelingt, den Teamgedanken auch in Tore umzumünzen, darf er sich berechtigte Chancen auf den ersten Sieg des Jahres machen.

Der FC Uzwil hat vergangene Woche gegen Linth 04 (2. Rang) aufgezeigt, dass die Niederlage gegen den FC Winkeln ein Ausrutscher war. Auswärts gegen den FC Uster (11. Rang) müssen die Untertoggenburger ihre Leistung bestätigen und noch einen draufsetzen. Sollten sie, wie gegen Linth, erneut zu so vielen Tormöglichkeiten kommen, müssen diese unbedingt genutzt werden.

Einen schweren Gang muss der Wiler Nachwuchs machen. Er tritt in Näfels auf Linth 04. Auf ein Team mit zahlreichen robust auftretenden Akteuren, die auf die Wiler Jünglinge keine Rücksicht nehmen werden. Wenn Wils Trainer das Spiel zwischen dem FC Uzwil und Linth hat beobachten lassen, wird er zu Kenntnis genommen haben, dass die ­gegnerische Sturmspitze enorm schnell und mit allen Wassern gewaschen ist und dass die Glarner Defensive mit Kopfbällen kaum zu überwinden ist.