FUSSBALL: Absteiger auf dem Abstiegsplatz

Absteiger gegen Aufsteiger hiess die Affiche im Spiel des FC Sirnach gegen den FC Weinfelden-Bürglen. Die Gäste machten aus ihren wenigen Möglichkeiten das Beste und siegten 2:0.

Urs Nobel
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Sie waren die Besten auf dem Feld: das Schiedsrichter-Trio Muhamet Tahiri, Duncay Niederberger und Mile Milic (von links). (Bild: Urs Nobel)

Sie waren die Besten auf dem Feld: das Schiedsrichter-Trio Muhamet Tahiri, Duncay Niederberger und Mile Milic (von links). (Bild: Urs Nobel)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Die Partie begann für den FC Sirnach verheissungsvoll. In den ersten 20 Minuten kam er zu drei hochprozentigen Tormöglichkeiten. Weinfeldens Torhüter Javier Belda Morales durfte sich in ­besagten Situationen bei seinen Vorderleuten bedanken, die sich jeweils erfolgreich in die Schüsse der Sirnacher warfen.

Schrecksekunde dann aber nach 30 Minuten. Igor Kojic produzierte einen Fehlpass, direkt in den Lauf von Idriz Isejni, der nicht lange fackelte und Torhüter Dario Salzer kalt erwischte. Apropos kalt: Salzer liess sich in der Halbzeit wegen einer Verletzung auswechseln. Er war auch in der 41. Minute nicht bereit, als derselbe Torschütze das 2:0 markierte. Weinfelden-Bürglen hatte aus keiner Chance zwei Treffer erzielt, die schliesslich für den Sieg reichten.

Sirnachs Trainer Andi Alder wechselte zwar nach der Halbzeit auf zwei Positionen. Gabriel Akin im Tor blieb im zweiten Umgang zwar ungeschlagen, Stürmer Anil Aydeniz vermochte das Rad aber auch nicht mehr zu drehen.

So verlor der FC Sirnach eine bedeutsame Partie, die ihm schliesslich den letzten Tabellenrang einbrachte. Der FC Weinfelden war keineswegs besser, hatte jedoch seine wenigen Möglichkeiten genutzt. Mit Kampf und Einsatz, die dem Gastgeber klar fehlten. Die Einschätzung, dass das Schiedsrichtertrio das Beste auf dem Platz war, mag zwar hart tönen, ist jedoch so.

Der FC Sirnach beklagte zwar auch in diesem Spiel etliche ­Abwesende. Die Ersatzleute vermochten die Lücken jedoch nicht zu schliessen. In der zweiten Halbzeit war nur kurzfristig ein Aufbäumen des Heimteams ersichtlich, es fehlte an der Präzision und an der Kampfkraft. Der FC Sirnach führte zwischen den beiden Sechszehnern zwar die feinere Klinge, blieb aber ohne nennenswerte Möglichkeiten, den Anschlusstreffer, geschweige den Ausgleich zu erzielen.

Der Absteiger aus der 2. Liga inter ist mit dieser erneuten ­Niederlage das neue Tabellenschlusslicht. Er dürfte froh darüber sein, dass jetzt die Winterpause kommt. Aber auch wenn bis im Frühjahr einige der Verletzten wieder ins Team zurückkommen, bedarf es einer massiv verbesserten Leistung, um wieder vom Tabellenende wegzu- kommen.

Die Leistung wie die von gestern gegen ein harmloses Weinfelden-Bürglen genügt auf jeden Fall nicht mehr. Sonst passiert dem FC Sirnach das, was anderen Mannschaften auch schon passiert ist. Sie werden eine weitere Liga durchgereicht.