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Fusion ist weiterhin kein Thema

Die Dorfkorporation Kirchberg fühlt sich stark genug, unabhängig zu bleiben. Der Antrag eines Stimmbürgers, bis 2018 ein Gutachten zur Auflösung der Korporation auszuarbeiten, wurde nach engagierter Diskussion deutlich abgelehnt.
Beat Lanzendorfer
Der Verwaltungsrat der Dorfkorporation Kirchberg mit Präsident Walter Huber (zweiter von links). (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Der Verwaltungsrat der Dorfkorporation Kirchberg mit Präsident Walter Huber (zweiter von links). (Bilder: Beat Lanzendorfer)

KIRCHBERG. Walter Keller stellte in der allgemeinen Umfrage aus den Reihen der 80 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger folgenden Antrag: «Der Verwaltungsrat wird beauftragt, spätestens im Jahr 2018 ein Gutachten zur Auflösung der Dorfkorporation Kirchberg mit Überführung der Wasserversorgung in die Politische Gemeinde Kirchberg und Übertragung des Kommunikationsnetzes an die RWT Regionalwerk Toggenburg AG auszuarbeiten und der Bürgerschaft, wenn möglich an der Urne, zur Beschlussfassung zu unterbreiten.»

Kontroverse Diskussion

Der Antrag führte zu einer intensiv geführten Diskussion. Alt Gemeindepräsident Beda Lengwiler empfahl den Anwesenden, den Antrag gutzuheissen. Thomas Feller und Christian Haene sowie andere Votanten vertraten hingegen die Auffassung, der Verwaltungsrat der Dorfkorporation Kirchberg verfüge über genügend Kompetenzen, um innerhalb des Gremiums über eine allfällige Fusion, allenfalls mit Bazenheid, oder eine Inkorporation in die Politischen Gemeinde selbständig entscheiden zu können. Christian Haene, Vorgänger von Walter Huber als Präsident der Dorfkorporation Kirchberg, sagte: «Wir sind in einer Position der Stärke, der Dorfkorporation geht es finanziell glänzend, lasst uns selbständig bleiben.»

Antrag abgelehnt

«Ich bin in ständigem Kontakt mit Felix Forster, Präsident der Dorfkorporation Bazenheid, spüre aber in den Gesprächen, dass Bazenheid zum Alleingang tendiert», antwortete Walter Huber, Präsident der Dorfkorporation Kirchberg, auf die Frage zu allfälligen Fusionsgesprächen mit der DK Bazenheid. Das Ergebnis der nachfolgenden Abstimmung fiel eindeutig aus: Mit 66 Nein- zu 14 Ja-Stimmen wurde der Antrag von Walter Keller abgelehnt.

Ahornstrasse wird saniert

Alle übrigen Traktanden erhielten einstimmige Zustimmung. Darunter waren die Jahresrechnung 2015 sowie die Vorlage des Voranschlages 2016. Bei den Wahlen stellte sich der gesamte Verwaltungsrat zur Wiederwahl.

Einzig die Geschäftsprüfungskommission erhält durch die Rücktritte von Jeanette Metzger (seit 2007) und Rita Christl (seit 2004) ein teilweise neues Gesicht. Sie werden ersetzt durch Miriam Zeindler und Michael Engeler. Zustimmung fand auch der Antrag zur Sanierung der Trinkwasser- und Feuerschutzleitung in der Ahornstrasse auf einer Länge von 149 Metern, deren Kosten im erforderlichen Kredit mit 120 000 Franken veranschlagt sind. Auf dem Gebiet der Dorfkorporation Kirchberg wohnen 2167 Personen. Sie verbrauchten im vergangenen Jahr rund 200 000 Kubikmeter Wasser. Obwohl die Wasserversorgung KiBaLü den Wasserpreis per 1. Oktober 2016 um 10 auf 81 Rappen erhöht, belässt die Dorfkorporation Kirchberg ihren Verkaufspreis bei 1.08 Franken pro Kubikmeter.

Walter Huber stellte in kurzen Zügen die neue Pumpstation im Altbach vor und lud die Anwesenden ein zum Tag der offenen Tür des neuen Reservoirs Chamm, unweit von Nuetenwil. Dieser findet am 25. Juni statt.

Musikalisch umrahmt wurde die Versammlung mit vier Liedern der Starter Winds. Die 15 Jugendlichen im Alter von zehn bis siebzehn Jahren gehören zum Nachwuchs der Blechharmonie Kirchberg und der Musig Gähwil.

Die Frauen des Ludothek- und Bibliothekteams erhielten den Titel «Kirchbergerinnen des Jahres 2015».

Die Frauen des Ludothek- und Bibliothekteams erhielten den Titel «Kirchbergerinnen des Jahres 2015».

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