Für die Musik entbrannt

Auch an der vierten Auflage der durch den Sängerbund an der Thur organisierten Sommernachtsparty hat sich Petrus als Musikliebhaber geoutet und für gutes Wetter gesorgt. Neben viel Gesang stand dabei der gesellige Austausch im Zentrum.

Christine Gregorin
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niederuzwil. «Die Sommernachtsparty ist im Jahr 2008 sozusagen als Ersatzanlass für die Sängerfasnacht ins Leben gerufen worden», erklärte der vor rund sechs Monaten neu gewählte Präsident Armin Benz auf Anfrage gegenüber der Wiler Zeitung. Das bisherige Wetterglück und die gute Infrastruktur mitsamt Spielwiese für die kleinen Besucher haben diesem gemütlichen Musikfest auf der grosszügig konzipierten Aussenanlage des Kirchstrassschulhauses rasch zu enormer Beliebtheit verholfen. Am vergangenen Samstagabend waren analog dazu gut 300 Zuhörerinnen und Zuhörer anwesend, um die musikalischen Vorträge ihrer Familienmitglieder, Arbeitskollegen, Bekannten oder Freunde zu geniessen. Selbstverständlich wären die Gastgeber für alle Eventualitäten gewappnet gewesen, hatten umsichtig vorgesorgt und zum Schutz gegen Regengüsse einmal mehr eine flächenmässig ausgedehnte, wasserdicht gedeckte Pergola aufgebaut.

Erfrischender Auftakt

Unter der Leitung von Carola Nadler sangen sich die von drei jugendlichen Instrumentalisten sowie Hanspeter Nadler begleiteten vierzehn Sängerinnen des Jugendchors «XangboX» in die Herzen der Gäste. Ihre abwechslungsreich gestaltete Performance kann denn auch am passendsten mit Prädikaten wie herzig, beherzt oder herzerfrischend beschrieben werden. Besonders zu beeindrucken wussten die Solistinnen, die während ihrer Auftritte meist strahlend den Blickkontakt zu ihren stolz mitfiebernden Eltern suchten. Abschliessend widerspiegelte der heroisch interpretierte Rap «Legändä und Heldä» von Bligg die Leistung der Jüngsten im Bunde auf eindrückliche Art und Weise. Spektakulär, lautstark, feurig und versetzt mit einer gehörigen Portion Humor präsentierten sich in der Folge die «Füürharmoniker Uzwil». Mit ihrem Klassiker «Mir sind vo de Füürwehr» liess die wackere (Durst-)Löschtruppe das Publikum erstmals so richtig zur Höchstform auflaufen.

Gelebte Geselligkeit

Der Jodlerclub seinerseits sorgte mit urchigem Liedergut für fast andächtige Stille, die am Ende jeder Darbietung durch tosenden Applaus abgelöst wurde. Die Gastgeber begeisterten unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Florin Farcas schliesslich mit einem kunterbunten Strauss an Liedern. Wobei das noch vor der grossen Pause in waschechtem Rätoromanisch gesungene «Buna Not, Dorma Bain», was soviel wie «Gute Nacht und schlaf gut» heisst, etwas verfrüht erschien. Es entzieht sich allerdings der Kenntnis der Schreibenden, um welche Zeit genau sich die letzten Besuchenden diesen Wunsch zu Herzen genommen haben – gemäss Informationen aus Insiderkreisen und aufgrund der Erfahrungen der vergangenen drei Jahre dauert das Musikfest, das zum gemütlichen Verweilen einlädt, aber jeweils bis weit nach Mitternacht.

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