Früher sah man den Neuntöter noch überall, heute ist er selten: Im Botsberger Riet ist der Vogel des Jahres zu entdecken

Der Vogel des Jahres ist in Flawil zu sehen. Seinen Namen verdankt der Neuntöter der irrtümlichen Annahme, dass er immer neun Beutetiere aufspiesst, bevor er eines frisst.

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Ein selten gewordener Anblick: der Neuntöter.

Ein selten gewordener Anblick: der Neuntöter.

Bild: PD

(pd/red) Früher war er in der Schweiz überall anzutreffen, heute kommt der Neuntöter nur noch in extensiv genutzten Kulturlandschaften mit dornigen Niederhecken und insektenreichen Magerwiesen vor. Laut einer Medienmitteilung von Birdlife Schweiz ernährt er sich überwiegend von Heuschrecken, Käfern, Spinnen, Hummeln, Wespen sowie kleinen Wirbeltieren. Seinen Namen verdankt der Vogel der irrtümlichen Annahme, dass er immer neun Beutetiere aufspiesst, bevor er eines frisst.

Der Neuntöter ist ein Langstreckenzieher, der in den Dornbusch- und Trockensavannen im südlichen Teil Afrikas überwintert. Anfang Mai treffen die ersten Heimzügler wieder in den nördlichen Brutgebieten ein. Christina Lutz, Feldornithologin des Naturschutzvereins Flawil, freut sich sehr darüber, dass sie ein Paar des immer seltener gewordenen Vogels im Botsberger Riet entdeckt hat.