FRUCHTIGES: Vom Feld direkt in die Flasche

Der Impuls-Apéro des Jung-Unternehmer-Zentrums wurde im Betrieb der Holderhof Produkte AG in Henau durchgeführt. 2016 betrug der Flaschenausstoss 20 Millionen, gefüllt mit Fruchtsäften, Weinen und Tees.

Kathrin Meier-Gross
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Jeannette und Christof Schenk mit ihren Töchtern Joelle, Myla und Malin hatten die Mitglieder des JUZ in ihren Produktionsbetrieb eingeladen. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Jeannette und Christof Schenk mit ihren Töchtern Joelle, Myla und Malin hatten die Mitglieder des JUZ in ihren Produktionsbetrieb eingeladen. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Was 1998 mit der Pflanzung von Holunderkulturen und zwei Jahre später mit der Semesterarbeit an der Landwirtschaftlichen Schule über die Herstellung von Holunderblütenwein «Sambucco» begann, ist zu einem innovativen Unternehmen mit 25 Mitarbeitern gewachsen. Christof Schenk aus Ufhofen bei Niederwil hat als Zwanzigjähriger begonnen, mit Ideen und Unternehmergeist einen Betrieb aufzubauen, der nebst Grossverteilern in der Schweiz und in Deutschland auch den Bio-Fachhandel, die Lebensmittelindustrie, Discounter und kleinere Läden beliefert.

Gut 70 Mitglieder des Trägervereins Jung-Unternehmer-Zentrum Flawil waren am Mittwochabend der Einladung gefolgt. Schon beim Apéro wurde über die Vielfalt an Fruchtsäften, Shorlen, Limonaden, Sirupen, Smoothies, Eistees und Fruchtweine gestaunt. Nachdem Vizepräsident Guido Vettiger die Gäste im Looäcker 1 begrüsst hatte, berichtete Christof Schenk vom Wagnis, auf 15 Hektaren Land einen Nischenbetrieb aufzubauen. Nach ersten Erfahrungen in der regionalen Vermarktung von Holderhofprodukten, hatte er sich 2003 für die Selbstständigkeit entschieden. Ein Jahr später erreichte der Umsatz bereits die Millionengrenze. 2012 wurde der Produktionsstandort nach Henau verlegt. Seither investiert der Betrieb permanent in die Entwicklung neuer Produkte, wie etwa der frisch aufgebrühte Eistee oder die Pressung von ultrafrischen Fruchtsäften.

Kapazität von 6000 Flaschen pro Stunde

Mittlerweile arbeiten 25 Personen mit 1800 Stellenprozenten im Betrieb. Im Sommer dreischichtig, im Winter in zwei Schichten. Stündlich werden 6000 Flaschen aufgeblasen, abgefüllt, etikettiert und auf Paletten verpackt. Im vergangenen Jahr konnte ein Umsatz von 18 Millionen Franken erzielt werden. Nebst Holder werden in Ufhofen biozertifizierte Beeren, Cassis und Kräuter angebaut. «Unser Motto lautet: Vom Feld in die Flasche», sagt Schenk. Gewisse Rohstoffe, wie etwa Orangensaft, werden dazugekauft.

Vollautomatische Prozesstechnik

Zum Maschinenpark in Henau gehören eine PET-Blasmaschine, eine vollaseptische Abfüllanlage, der Etikettierer, die Verpackungsanlage und der Palettisierer. Die Prozesstechnik ist vollautomatisch. «Dank unseren mittelgrossen Anlagen sind wir sehr flexibel», erläuterte Tobias Stadler (Labor und Qualitätssicherung). Dazu gehöre auch, dass auf Kundenwünsche reagiert werde und zum Beispiel individuelle Flaschen produziert würden.

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch