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Frischzellenkur für die Nasszellen: Das Pfadiheim in Flawil wird renoviert

160 Jahre hat das Pfadiheim an der Riedernstrasse auf dem Buckel. Nun renoviert die Pfadi St.Laurentius Teile davon – und denkt bereits über ihre Zukunft nach.
Tobias Söldi
Verwittert: Die Liegenschaft im Jahr 1987, als die Pfadi St. Laurentius dort einzog. (Bilder: PD)

Verwittert: Die Liegenschaft im Jahr 1987, als die Pfadi St. Laurentius dort einzog. (Bilder: PD)

«Es ist einfach ein sehr altes Haus», sagt Felix Holenstein, Präsident des Vereins Pfadiheim (VPH). In der Tat: Das Gebäude, das seit über 30 Jahren die Pfadi St. Laurentius beherbergt, hat über 160 Jahre auf dem Buckel. Es wurde im Jahr 1858 erbaut und diente zunächst als Waisenhaus. 1987 übergab die Gemeinde dem Verein Pfadiheim das Gebäude für 30 Jahre im Baurecht. Der Vertrag wurde vergangenen Oktober um 60 Jahre verlängert.

Felix Holenstein, Präsident des Vereins Pfadiheim (VPH)

Felix Holenstein, Präsident des Vereins Pfadiheim (VPH)

Nun sind Renovationen nötig geworden. Eine Frischzellenkur erfahren etwa die Treppenhäuser, welche die Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllen. «Sie stammen noch aus der Bauzeit des Hauses», sagt Holenstein. Weiter werden die WC-Anlagen renoviert – sie sind bereits seit 30 Jahren in Betrieb und schlecht isoliert, so Holenstein – und zwei neue Duschen für die Pfadfinderabteilung eingebaut. Zudem werden diverse Türen und Raumabschlüsse sowie der Geräteschopf ersetzt.

Arbeiten bis Ende Jahr umsetzen

Die Gesamtkosten für diese Renovationsarbeiten belaufen sich auf 165000 Franken. «20 Prozent davon sind Eigenleistungen in Form von Fronarbeit», sagt Holenstein. Die restlichen Gelder kommen von verschiedenen Spendern, darunter Privatpersonen, aber auch verschiedenen Organisationen wie dem Lions Club Toggenburg, der Kirchgemeinde oder der E.-Grüninger-Stiftung. Die Suche nach Spendern verlief erfolgreich: «Es war erfreulich, wie offen die Leute waren.» Die Spendenanfragen zur Finanzierung sind aber noch nicht ganz abgeschlossen. «Es kann noch weiter für die Renovationen gespendet werden», so Holenstein.

Am Pfadiheim hängt viel Herzblut

Leicht wiederzuerkennen: So sieht das Pfadiheim heute aus.

Leicht wiederzuerkennen: So sieht das Pfadiheim heute aus.

Die Arbeiten sollen noch vor den Sommerferien ausgeschrieben und vergeben werden, sodass sie bis Ende dieses Jahres umgesetzt werden können. «Die Herausforderung besteht darin, den Pfadibetrieb und die Vermietung des Kellers möglichst wenig einzuschränken. Die Projekte müssen geschickt aufgeteilt werden», sagt Holenstein.
Hat die Pfadi auch einen Umzug oder gar einen Neubau in Betracht gezogen? «Das haben wir geprüft, aber keine Lösung gefunden. Am Pfadiheim hängt zu viel Herzblut», sagt Holenstein. Die Liegenschaft eigne sich perfekt für den Pfadibetrieb, das Objekt sei schön und die Lage am Waldrand etwas ausserhalb von Flawil, wo man niemanden störe, ideal. «Bis das Haus so geworden ist, wie es sich heute zeigt, haben wir sehr viel investiert.»

Mit Zuversicht in die Zukunft blicken

Um das Pfadiheim zu betreiben, zu unterhalten sowie notwendige bauliche Massnahmen an der Liegenschaft durchzuführen, ist der Verein einerseits auf Spenden angewiesen, vermietet aber auch den Keller des Pfadiheims an nichtkommerzielle Gesellschaften, welche beispielsweise eine Geburtstagsparty oder ein Jubiläumsfest durchführen wollen. Zurzeit denkt die Pfadi laut Holenstein über mögliche Zusatzprojekte und neue Konzepte nach, um weitere Einnahmen zu generieren. Viel kann er aber noch nicht sagen: «Das ist erst eine Idee für die Zukunft.»

Dass die Pfadi ihr Heim renoviert, zeigt auch die Zuversicht, mit welcher der Verein in die Zukunft schaut. «Die Mitgliederzahlen waren immer auf einem guten Stand», sagt Holenstein. Zu Spitzenzeiten zählte der Verein 160 Mitglieder, 2017 waren es 143. In den letzten Jahren hat die Zahl leicht abgenommen, was sich Holenstein vor allem mit der Vielbeschäftigung der jungen Leute erklärt. Schwierig sei es auch, weibliche Leiter zu rekrutieren. Aber: «Wir haben immer über 100 Aktive gehabt und gehören damit zu den grösseren Abteilungen im Kanton.»

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