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Frisch Bach gehuldigt

Ganz den Werken Johann Sebastian Bachs war das Konzert gewidmet, zu dem ein Bläsertrio um die Wiler Oboistin Marietta Bosshart einlud.
Christof Lampart
Sie musizierten gemeinsam: Elena Gonzales, Magdalena Peter und Marietta Bosshart (v. l.). (Bild: Christof Lampart)

Sie musizierten gemeinsam: Elena Gonzales, Magdalena Peter und Marietta Bosshart (v. l.). (Bild: Christof Lampart)

WIL. Im gutbesuchten Kapuzinerkloster Wil – es waren an die 100 Personen zugegen – kam am Freitagabend viel Bekanntes in ungewöhnlicher Besetzung zur Aufführung. Denn die seit nunmehr sechs Jahren und den gemeinsamen Studientagen an der Zürcher Hochschule der Künste zusammenspielenden Elena González, Marietta Bosshart aus Wil (beide Oboe und Englischhorn) und Magdalena Peter (Fagott) spielten hauptsächlich Orgel- und Klavierwerke Johann Sebastian Bachs, welche sie für ihr Ensemble arrangiert hatten.

Aus drei mach eins

Der Auftakt bildete die (Orgel-)Triosonate Nr. 5 in C-Dur (BWV 529). Als Triosonate bezeichnete Bach dieses für ein Einzelinstrument komponierte Werk deshalb, weil in der Orgelversion die beiden Manuale und das Pedal unabhängig und rein einstimmig geführt sind, was satztechnisch eine erhebliche Aufgabe darstellt. Doch hier waren für einmal drei junge Künstlerinnen am Werk, die sich alle bewusst und mit viel Talent ihrer Aufgabe stellen konnten. Dadurch wurden die «Einzelteile» der Komposition sehr viel stärker erlebbar, ohne dabei das harmonische Ganze des sehr subtilen Vortrages zu stören.

Den drei Musikerinnen merkte man das langjährige Zusammenspiel positiv an, da sie kammermusikalisch aufeinander einzugehen vermochten, ohne dass ihr beseeltes Spiel auch nur ansatzweise in Routine erstarrte. Auch verstanden es die Musikerinnen geschickt, bei einzelnen Werken ein zusätzliches Spannungselement einzubauen, indem sie von verschiedenen Positionen im Kirchenraum aus das Stück weiterführten. Dies taten sie bei der Partita in a-Moll (BWV 1013), die im Original für Flöte solo vom Flötisten eine aberwitzige Atemtechnik abverlangt. Hier wurde diese Herausforderung von den zwei Oboistinnen jedoch spielerisch gemeistert. Kam hinzu, dass die Künstlerinnen mit charmanten Ansagen zwischen den Werken einige erhellende Erläuterungen von sich gaben, so dass das Musikverständnis und der Hörgenuss nochmals gesteigert wurden.

Zwei Klavierübungen

Des weiteren erklangen am Konzertabend noch zwei Klavierübungen (BWV 804 und 805), zwei zweistimmige Inventionen (BWV 784 und 778) sowie – als krönender Abschluss – Bachs (Orgel-)Triosonate Nr. 6 in G-Dur (BWV 530).

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