Frisch aus dem Proberaum

Das Festival «Rock im Knast» in der Komturei Tobel will auch dieses Jahr eine unkommerzielle Alternative zum Open Air Frauenfeld sein. Für die 6. Ausgabe der Rocknacht am 9. Juli suchen die Veranstalter noch eine junge Lokalband.

Marco Zala
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Die Frauenfelder Rockband Franky four Fingers spielte vor zwei Jahren am vierten «Rock im Knast» in der Komturei Tobel. (Archivbild: Rudolf Steiner)

Die Frauenfelder Rockband Franky four Fingers spielte vor zwei Jahren am vierten «Rock im Knast» in der Komturei Tobel. (Archivbild: Rudolf Steiner)

TOBEL. «Dreckig und roh soll sie sein», sagt Michel Wüthrich. Der Tobler ist Mitorganisator des Anlasses «Rock im Knast», der zeitgleich zum Open Air Frauenfeld in der Komturei stattfindet. Unter dem Motto «Wo Generationen sich finden» sollen altbewährter und junger Rock zusammenkommen. Für den diesjährigen Event am 9. Juli suchen die Veranstalter noch eine junge Rockband. «Möglichst ohne professionelle Aufnahmen, dreckig, roh und bitte mit einer Spur Naivität, denn euch gehört die Welt», so Wüthrich. Idealerweise soll die Band frisch aus dem Proberaum kommen und aus der Region stammen. Von Bands älterer Generationen hat es bereits einige provisorische Zusagen gegeben. Fix sei zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nichts, sagt Wüthrich.

Spontaner als zuvor

Dieses Mal wollen es die vier Organisatoren Michael Wüthrich, Freddy Fässler, Maurus Felber und Philipp Lerch – allesamt Komtureibewohner – bewusst spontaner angehen. Auf ein durchgeplantes Rahmenprogramm will man voraussichtlich verzichten. Schenke man der Organisation zu viel Aufmerksamkeit, rücke der Spass in den Hintergrund, erklärt Wüthrich. «Wir schauen einfach, wie es sich entwickelt.» Es könne jedoch durchaus noch etwas entstehen. Dem Grundgedanken vergangener Jahre bleibt man nach wie vor treu. Weiterhin wollen die Organisatoren ein möglichst unkommerzielles Gegenstück zur gleichzeitig stattfindenden Hip-Hop-Veranstaltung bieten. Dies nur 18 Kilometer südöstlich von Frauenfeld an einem Ort, wo einst Ritter hausten und bis in die 1970er-Jahre Sträflinge ihre Haft absitzen mussten. Die bunte Durchmischung verschiedener Generationen sowohl der Acts als auch des Publikums soll eine Bereicherung für alle Anwesenden sein. Nicht zuletzt will man Musikern eine Auftrittsmöglichkeit bieten und somit den Geist im Sinne von «einfach machen – für andere mit andern» weitergeben.

Ticketpreis noch offen

Auch bezüglich Ticketpreis werden die Veranstalter voraussichtlich ihre Linie halten – im Vorjahr betrug er zwölf Franken. Wüthrich strebt eine ausgeglichene Rechnung mit der bestmöglichen Entschädigung aller Mitgestalter an.

Interessierte Jungbands können sich bei Michael Wüthrich melden: Telefon 079 234 29 82

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