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Freud und Leid: Ein doppelt denkwürdiger Tag für die neue Bundesrätin Karin Keller-Sutter

Der 5. Dezember 2018 geht für die Stadt Wil in die Geschichte ein. Für Bundesrätin Karin Keller-Sutter und ihre Familienangehörigen hat der 5. Dezember aber auch eine traurige Bedeutung.
Hans Suter
Das erste Familienbild nach der Bundesratswahl: Karin Keller-Sutter mit ihrem Ehemann Morten (links) und ihren drei Brüdern Bernhard, Rolf und Walter (Jesy). (Bild: PD)

Das erste Familienbild nach der Bundesratswahl: Karin Keller-Sutter mit ihrem Ehemann Morten (links) und ihren drei Brüdern Bernhard, Rolf und Walter (Jesy).
(Bild: PD)

«Ich bin noch etwas müde», sagt Jesy Sutter, der eigentlich Walter heisst und der Bruder der ersten Wiler Bundesrätin Karin Keller-Sutter ist. Einer von drei Brüdern, um genau zu sein. «Ich bin am Mittwoch um 4 Uhr aufgestanden und mit dem 5-Uhr-38-Zug von Wil nach Bern gereist», erzählt er. Für einmal mit reserviertem Sitzplatz, der Kanton hatte vorgesorgt. Gemeinsam mit seinen zwei Brüdern Rolf und Bernhard reiste er in bester Gesellschaft mit Vertretern des Kantons, dem Regierungspräsidenten Stefan Kölliker (Wil), Regierungsrat Marc Mächler (Zuzwil), Kantonsratspräsidentin Imelda Stadler (Lütisburg), der Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, dem Wiler Parlamentspräsidenten Luc Kauf und weiteren Gästen in die Bundeshauptstadt. «Vor acht Jahren war ich nervöser», sagt Jesy Sutter. «Diesmal waren die Prognosen viel günstiger, um es so zu formulieren.»

Im Zentrum der Macht

Die frisch gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter geht auf dem Bundesplatz in Bern auf Tuchfühlung mit der Bevölkerung. (Bild: Benjamin Manser)

Die frisch gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter geht auf dem Bundesplatz in Bern auf Tuchfühlung mit der Bevölkerung. (Bild: Benjamin Manser)

Der pensionierte Wiler Journalist wurde mit dem engsten Familienkreis, «wir waren zu acht», im Bundeshaus bereits erwartet und nach der Begrüssung auf die Tribüne geführt, von wo aus sie gemeinsam mit Morten Keller, dem Ehemann von Karin Keller-Sutter, die Wahl live miterlebten. «Wir sind unheimlich stolz auf Karin», sagt Jesy Sutter.
«Nach dem Wahlprozedere wurden wir im Bundeshaus in ein Besprechungszimmer geführt, wo wir Karin trafen und ihr gratulieren konnten», schildert er den weiteren Verlauf. Es folgten eine Besichtigung des Bundesratszimmers, Fotos mit der frisch gewählten Bundesrätin in allen Variationen und schliesslich ein Stehbuffet. Um 16.30 Uhr kehrte Walter Sutter nach Wil zurück, wo er sich ins «Schiff» begab, um Freunde zu treffen.

Todestag des Vaters

So gross die Freude an diesem Tag auch war, ein Gedanke des Leids schwebte mit in den Köpfen der Familie Sutter. «Der 5. Dezember ist nicht nur der Tag, an dem Karin in den Bundesrat gewählt worden ist. Es ist auch der Todestag unseres Vaters. Er starb am 5. Dezember vor genau 29 Jahren völlig unerwartet.»
Das Schicksal will es, dass der 5. Dezember auch der Todestag der Mutter von Morten Keller-Sutter ist. Regina Keller starb am 5. Dezember 2004.

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