Freie Fahrt über die Brücke

Nach einer Bauzeit von zehn Monaten ist die Maillart-Brücke für den Verkehr freigegeben worden. Die Hauptarbeiten der Sanierung sind erledigt, im Frühjahr oder Frühling bekommt das geschützte Bauwerk den letzten Schliff.

Urs Bänziger
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Die Fahrbahn ist für den Verkehr geöffnet, die beiden Kräne und das Baugerüst bleiben stehen, bis die Abschlussarbeiten ausgeführt sind. (Bild: Urs Bänziger)

Die Fahrbahn ist für den Verkehr geöffnet, die beiden Kräne und das Baugerüst bleiben stehen, bis die Abschlussarbeiten ausgeführt sind. (Bild: Urs Bänziger)

HENAU. Still und leise – ohne Reden, Band durchschneiden und festliche Musik – ist am Mittwochmorgen die Maillart-Brücke dem Verkehr übergeben worden. Zu Hunderten brausen die Fahrzeuge wieder über das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk, als wäre nichts geschehen. Dabei war die Thurbrücke für gut zehn Monate gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet, was für manchen Autofahrer, der regelmässig zwischen Uzwil und Zuzwil pendelt, eine zeitliche Belastung war.

Weiter eine Baustelle

Die neu erstellte Fahrbahn ist zwar für den Verkehr freigegeben und Arbeiter sind weit und breit keine zu sehen, aber die Brücke ist noch immer eine Baustelle. Die beiden Kräne ragen weiter über dem Thurufer und der Brückenbogen und die Pfeiler bleiben hinter dem Baugerüst verborgen. Es bleibt stehen, bis die Abschlussarbeiten erledigt sind. Diese sollen, je nach Witterung, im Frühjahr oder im Frühling ausgeführt werden. Für diesen letzten Schliff wird die Brücke nochmals für maximal vier Wochen gesperrt sein.

Problemlos kreuzen

Glücklich über die sanierte Brücke dürften vor allem die Lastwagen- und Busfahrer sein. Bisher mussten sie auf die Bremse treten, wenn ihnen ein anderes grosses Fahrzeug entgegenkam. Mit der Instandsetzung wurde die Fahrbahn wieder auf ihre ursprüngliche Breite von 6, 5 Metern zurückversetzt. Somit können sich Lastwagen und Busse auf der Brücke problemlos kreuzen. Für den Langsamverkehr gibt es auf beiden Seiten der Fahrbahn einen Geh- und Radweg. Dieser hat zwar keinen Abstand zur Fahrbahn, ist aber durch eine Erhöhung und Randsteine getrennt. Wer zu Fuss die Brücke überquert, dem wird der weiche Untergrund auffallen. Die Autofahrer spüren den aufgetragenen Gussasphalt nicht, aber sie nehmen ihn wahr durch ein verändertes Fahrgeräusch.

Der spezielle Asphalt dient jedoch nicht dem Fahrkomfort, sondern soll die Maillart-Brücke vor dem Eindringen von Wasser schützen. Schliesslich muss sie der Verkehrsbelastung und den Witterungseinflüssen für die nächsten Jahrzehnte weiter standhalten.

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