Freddy Mercury auf Schweizerdeutsch, Kindervorstellungen und alte Bekannte: Programm der Tonhalle verspricht vielfältige Unterhaltung

Am Samstag präsentierte Florence Leonetti das neue Saisonprogramm der Wiler Tonhalle. Die Freude ist gross, wider Publikum empfangen zu dürfen.

Carola Nadler
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Gesamtleiterin Florence Leonetti freut sich, wieder Besuchende in der Tonhalle begrüssen zu dürfen.

Gesamtleiterin Florence Leonetti freut sich, wieder Besuchende in der Tonhalle begrüssen zu dürfen.

Bild: Carola Nadler

Beim Betreten des Tonhallen-Foyers bekam man zuerst eins: einen Korb. Myrtha Dudler und ihr Vorverkaufsteam überreichte einen kleinen Korb aus Palmblättern, der in einem Selbsthilfeprojekt auf Bali produziert wird. «Wir hatten die Körbchen bereits für letztes Jahr bestellt», informierte Tonhallen-Gesamtleiterin Florence Leonetti in ihrer Begrüssung. Im Körbchen enthalten: Das neue Jahresprogramm der Tonhalle.

Zusammen mit der Künstlerin Carole Isler und dem langjährigen Tonhalle-Grafiker Fulvio Musso ist ein Block entstanden, dessen einzelne Karten je eine Produktion zeigen. Einzeln heraustrennbar lassen sich die Karten beispielsweise als Buchzeiger verwenden. «Oder an der Kühlschranktür befestigen», führte Leonetti weiter aus.

Schneewittli und Räuber Hotzenplotz

«Es ist bereits zwei Jahre her, dass ich diese Begrüssung machen durfte», eröffnete Leonetti die Präsentation in dem ordnungsgemäss locker besetzten Saal. Nebst der Künstlerin Carole Isler stellte sie auch Peter Schmidhauser, den neue Präsidenten des Fördervereins vor. Ein besonderes Anliegen war ihr aber der Dank an all die zahlreichen Unterstützer des vergangenen Jahres, die ihr Mut zugesprochen hatten.

Da vor allem die Kinder letztes Jahr zu kurz gekommen seien, habe man ins neue Programm zwei Kinderstücke aufgenommen: Bereits am 23.Oktober ist «Schnewittli und die sieben Zwerge» zu Gast, nächstes Jahr gastiert der liebenswürdige «Räuber Hotzenplotz» in Wil.

Bei der weiteren Programmgestaltung setzte das Team auf Bewährtes und Beliebtes, so darf das Sorbische National-Ensemble wieder das Neujahrskonzert gestalten. «Es gibt kaum ein Ensemble, das so ein Paket mit Tanz, Gesang und Moderation bietet», erläuterte Leonetti diese Wahl. Die Schauspielsparte ist mit dem «zerbrochenen Krug», «Die Deutschlehrerin» mit Regula Grauwiller und Stefan Gubser sowie den Komödien «Achtung, fertig, Action» und «8 Frauen» breit abgedeckt. «Vreneli», eine Bühnenadaption des Volksliedes mit zwei Puppen als Hauptfiguren und ansonsten realen Menschen auf der Bühne, verspricht dabei ein spezielles Erlebnis zu werden.

Im musikalischen Bereich darf wieder die Mundartshow mit Adrian Stern, Frölein Da Capo, Roman Riklin und Daniel Schaub begrüsst werden: Dieses Jahr werden sie Freddie Mercurys Songs ins Schweizerdeutsch übertragen. Roman Riklin und Daniel Schaub werden sich in ihrem Programm «Was wäre, wenn» ihrer Bühnenwiedervereinigung widmen – multimedial und frech.

Saisoneröffnung am 17. September

Ebenfalls zum zweiten Mal treten die Berlin Comedian Harmonists auf: Mit den Liedern ihrer grossen Vorbilder sowie neuen Arrangements zeigen sie ein rasantes Bühnenstück und eröffnen damit am 17. September die Saison. Mit der «Dreigroschenoper» bringt das Theater des Kantons Zürich den Klassiker von Bert Brecht nach Wil und Gilla Cremer beleuchtet in ihren Chansons das Thema Freundschaft.

Das Maskentheater der «Familie Flöz» bezauberte vor zwei Jahren das Publikum, nun sind die Magier zurück: Mit «Feste», einer tragischkomischen Geschichte über die Jagd nach dem Glück.