Fragen bleiben trotz Entscheid

Weil der heutige Saal im «Toggenburgerhof» altersschwach ist, sollte ein neuer gebaut werden. Linus Thalmann, Inhaber der Hotel Toggenburgerhof AG, plante zudem, seinen Betrieb zu erweitern. Gemeinde und Gastronom starteten einen Projektwettbewerb, teilten die Kosten.

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Weil der heutige Saal im «Toggenburgerhof» altersschwach ist, sollte ein neuer gebaut werden. Linus Thalmann, Inhaber der Hotel Toggenburgerhof AG, plante zudem, seinen Betrieb zu erweitern. Gemeinde und Gastronom starteten einen Projektwettbewerb, teilten die Kosten. Die Idee: Die Gemeinde finanziert und baut den Saal samt Tiefgarage; die Hotel Toggenburgerhof AG mietet und bewirtschaftet die Anlage. Alle Details sollte ein Mietvertrag regeln, der Bestandteil der Abstimmungsunterlagen war.

An der gestrigen Abstimmung beantragte der Gemeinderat einen Maximalkredit von 17,5 Mio. Franken. Das Volk entschied in aller Deutlichkeit: Nein! Der Nein-Stimmen-Anteil ist fast dreimal so hoch wie der Ja-Stimmen-Anteil. Und dies bei einer Stimmbeteiligung von hohen 60,5 Prozent. Die Beteiligung bei den Wahlen von gestern lag zehn Prozentpunkte tiefer. Gründe für die deutliche Ablehnung zu finden, ist schwierig. Denn: Mit der FDP und CVP unterstützten politische Schwergewichte das Vorhaben; auch warben Vereinspräsidenten für das Projekt. Das Vorhaben hatte viele Gegner, die sich auch artikulierten. Es bleiben daher vor allem Fragen: Sahen nur wenige im neuen Saal einen Nutzen? Erachteten Einwohner anderer Dörfer Kirchberg bevorzugt? War die Zusammenarbeit mit dem «Toggenburgerhof» die Knacknuss? Diese Fragen bleiben wohl unbeantwortet. Eine Frage bedarf dringend einer Antwort: Wie weiter in der Saalfrage?

Sebastian Keller

sebastian.keller@wilerzeitung.ch