Schon bald eines der grössten Fotogeschäfte in der Region: «Foto Mayer» in Wil

Das Wiler Fotogeschäft will wachsen und bezieht den Raum vom früheren «Spielhus am Kreisel».

Lara Wüest
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Goran Puric baut das frühere «Spielhus am Kreisel» zu einem Fotostudio um.

Goran Puric baut das frühere «Spielhus am Kreisel» zu einem Fotostudio um.

Bild: Lara Wüest

Nicht lange ist es her, da konnten so manche Eltern kaum am Schwanenkreisel vorbeilaufen, ohne dass ihre Kinder sich die Näschen an der Fensterscheibe vom «Spielhus am Kreisel» plattgedrückt hätten. Doch weil die Besitzerin vor gut zwei Jahren überraschend verstarb, ging das Geschäft zu.

Vorübergehend kam ein Schönheitssalon hinein. Dessen Betreiber suchten allerdings schon nach kurzer Zeit in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Weite. Nun steht der neue Mieter für die ehemaligen Räume des Spielwarenladens fest: Foto Mayer. Das Fotogeschäft, das bereits in den Räumen nebenan eingemietet ist, will grösser werden und sein Angebot erweitern.

Fotokurse und Workshops als weitere Standbeine

Foto Mayer gibt es seit 29 Jahren, vor 16 Jahren hat es der heutige Besitzer, Goran Puric, übernommen. Hobbyfotografen und Profis können bei ihm ihre Fotos entwickeln, ihre Kameras in den Service geben oder ihre Dias digitalisieren lassen. Zudem hat sich Puric auch auf das Digitalisieren von alten Zelluloidfilmen und Videokassetten spezialisiert. Und, wie so manche anderen Fotostudios auch, hat er in einer Ecke ein kleines Fotostudio für Pass- oder Bewerbungsfotos eingerichtet.

Doch das Geschäft mit dem Entwickeln von Fotos ist ein hartes in einer Zeit, in der viele einfach ihr Handy zücken, wenn sie etwas bildlich festhalten wollen. Goran Puric will deshalb auf zwei weitere Standbeine setzen: Fotokurse und Events. Er sagt:

«Seit das Spielhus zuging, habe ich mit dem Gedanken gespielt, mein Geschäft zu vergrössern.»

Finanziell sei das damals aber nicht möglich gewesen.

Dann, als der Raum nach dem überstürzten Auszug des Schönheitssalons wieder leer stand, hat er sich entschlossen, den Schritt zu wagen. Auf 200 Quadratmetern Fläche sollen künftig Hobbyfotografen lernen können, wie sie ihre Kamera richtig bedienen. Hersteller von Fotoapparaten und -zubehör sollen mittels Workshops ihre Produkte unter die Leute bringen können. Dazu dient der hintere Teil im Raum vom früheren Spielwarengeschäft.

Der vordere Teil ist aber für etwas anderes gedacht: ein neues Fotostudio. Dieses möchte Puric für grössere Fotoaufträge nutzen. Auch an Profifotografen will er es vermieten. Noch lässt sich das Studio nur erahnen. Quer und längs befestigte Holzlatten verkleiden die Wand. Daraus soll eine sogenannte Hohlkehle werden. Fotografen können damit auf ihren Bildern eine unendliche Tiefe erreichen. Die Wand geht damit nahtlos in den Boden über.

Eröffnung für November geplant

Weil Puric klare Vorstellungen davon hat, wie die Hohlkehle aussehen soll, baut er sie selber. Einzig ein Gipser hilft ihm dabei. Wann alles fertig ist, weiss er noch nicht. «Die Eröffnung ist eigentlich für den November geplant», sagt er. Doch bis dahin ist noch viel zu tun. Neben dem Bauen der Hohlkehle muss Puric den Raum mit Möbeln ausstatten. Und er will auch noch den Boden im bestehenden Geschäft nebenan erneuern. Derzeit arbeitet der Geschäftsmann fast rund um die Uhr.

Puric hat grosse Pläne für die Zukunft. Wie viel der Umbau kostet, mag er nicht sagen. Nur so viel: Er sei nicht günstig. Ein bisschen macht ihn das nervös. «Viele meiner Kollegen sparen. Ich gebe mehr aus.» Aber er sagt auch, um konkurrenzfähig zu bleiben, sei es notwendig, sich von anderen zu unterscheiden.