FOLKLORE: Urchiges und Heiteres

Am Unterhaltungsabend des Jodelclubs Uzwil kamen die Liebhaber des Jodelgesangs auf ihre Kosten. Die Theatergruppe führte einen Schwank auf.

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Die Uzwiler Jodler traten am Unterhaltungsabend in der Toggenburger Sonntagstracht auf. (Bild: Ernst Inauen)

Die Uzwiler Jodler traten am Unterhaltungsabend in der Toggenburger Sonntagstracht auf. (Bild: Ernst Inauen)

Ein fast gefüllter Gemeindesaal am Samstagabend zeigte, dass vor allem die mittlere und die ältere Generation dem urchigen Jodelgesang zugetan ist. Oder war es das Lustspiel der vereinseigenen Theatergruppe, welches viele Besucher anzog? Jedenfalls freuten sich der Jodelclub Uzwil und sein Präsident Urs Signer über den grossen Aufmarsch. Er konnte zahlreiche Ehemalige, Ehrenmitglieder und viele Vereinsdelegationen aus der Region begrüssen. Der Präsident führte durch das Programm und lockerte es mit pointierten Witzen auf.

Der Jodelclub Uzwil steht seit zwei Jahren unter der Leitung von Michaela Buob. In ihrer schönen Tracht mit goldener Haube trat sie am Jodler-Obed aber erst zu der präsidialen Würdigung ihrer Arbeit und zu den Zugaben auf die Bühne und sang mit. Als einzige Sängerin bereicherte Gabriela Fenner mit ihrer schönen Stimme den Männergesang. Vor Beginn der Unterhaltung stimmte das Trio Moosbuäbä mit lüpfiger Musik in den unterhaltsamen Abend ein. Die bereits für das Theater eingerichtete Bühne mit einer Alpkulisse gab einen stimmigen Hintergrund.

Heimatgefühle vermittelt

Die Uzwiler Jodler präsentierten sich bei ihrem Auftritt in der braunen Toggenburger Sonntagstracht. Mit dem Lied des Bischofszeller Komponisten Mathias Zogg «Üses Schwyzerland» vermittelten sie Heimatgefühle. Die drei Frauen der Gastformation Chrimafrä setzten einen Kontrapunkt zum Gesang der Männer. Feinfühlig besangen sie in den ersten Jodelliedern die besondere Stimmung im Herbst. Im Saal herrschte bei ihren Vorträgen Mäuschenstille.

Eine Ode an den Sommer liessen die Jodler beim Lied «Der Summerpsalm» erklingen. Beim Jutz (Zäuerli) gaben viele Männer im Saal den gewünschten Boden. Eigentlich hätte nach Ankündigung des Moderators das Lied «Alphornklänge» der eigentliche Höhepunkt werden sollen. Doch der Ausfall des Alphornspielers aus familiären Gründen verhinderte dies. Nach dem letzten, melancholischen Lied von Chrimafrä verlangte das begeisterte Publikum eine Zugabe. Dies war auch beim abschliessenden Lied «Alpabfahrt» der Jodler der Fall.

Im zweiten Programmteil bereitete die Theatergruppe des J odelclubs dem Publikum mit dem Lustspiel «Alpeluft und Musgift» viel Vergnügen. Im Schwank bewiesen Hans Ehrler als Lunzi Bürli, Bauer auf dem Chrazlibode, die temperamentvolle Monika Angst als seine keifende Frau Rösi, die liebeshungrige Magd Vreni (Nadine Frick), das lustige Mannli Bartli (Manfred Loser), der im Zelt übernachtende Student Nick (Sepp Püntener) sowie der hochnäsige Feriengast Roswitha von Rotz (Maya Fürer) ihr schauspielerisches Talent. (ei)

Heinz Kaiser freut sich über seine Wahl. (Bild: Christoph Heer)

Heinz Kaiser freut sich über seine Wahl. (Bild: Christoph Heer)