Fördern auf kommunaler Ebene

REGION. Was die Förderung der Solarenergie betrifft, unterscheiden sich die Gemeinden in der Region stark. Uzwil beispielsweise leistet einmalige Investitionsbeiträge an Photovoltaikanlagen. Dies zusätzlich zu den Beiträgen der Swissgrid (KEV und EIV).

Ursula Ammann
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REGION. Was die Förderung der Solarenergie betrifft, unterscheiden sich die Gemeinden in der Region stark. Uzwil beispielsweise leistet einmalige Investitionsbeiträge an Photovoltaikanlagen. Dies zusätzlich zu den Beiträgen der Swissgrid (KEV und EIV). Für eine angebaute Anlage – etwa auf dem Dach eines Hauses – werden 400 Franken pro Kilowatt-Peak (kWp) gesprochen (maximal 12 000 Franken). Auch in der Stadt Wil kann für den Neubau oder die Erweiterung von Photovoltaikanlagen auf Gesuch ein Investitionsbeitrag beantragt werden. Dieser beträgt 500 Franken pro kWp (maximal 7500 Franken). Auch hier ist der Förderbeitrag kumulierbar zu den Beiträgen der Swissgrid. Weiter gibt es Gemeinden, die keine speziellen Förderbeiträge sprechen, den Betreibern von Photovoltaikanlagen jedoch die kommunalen Bewilligungsgebühren erlassen oder zurückerstatten – so etwa Sirnach, Oberuzwil oder Kirchberg. Die Gemeinde Jonschwil kennt kein eigenes Förderprogramm. Sie hat sich aber finanziell an der im Jahre 2014 gegründeten Solargenossenschaft Jonschwil-Schwarzenbach beteiligt, die Photovoltaikanlagen auf grösseren Gebäuden erstellen möchte.

Auch bei der Entschädigung für eingespeiste Solarenergie gibt es Unterschiede von Gemeinde zu Gemeinde. 5,17 Rappen pro Kilowattstunde (kWh) erhält der Betreiber einer Photovoltaikanlage in Zuzwil. Würde diese in Flawil stehen, wären es 9,6 Rappen pro kWh – mit Herkunftsnachweis (ökologischer Mehrwert) sogar 15 Rappen. Ebenfalls 15 Rappen bezahlt die EW Sirnach AG, wenn der Produzent den ökologischen Mehrwert seines Stroms geltend macht.

Die Regionalwerk Toggenburg AG (rwt) versorgt Kunden in den Regionen Kirchberg, Bütschwil-Ganterschwil und Lütisburg mit Strom. Ein Produzent hat die Wahlmöglichkeit, eingespeiste Energie zu einem anderen Zeitpunkt kostenneutral wieder zu beziehen (zeitversetzter Eigenverbrauch). Dabei wird kein Unterschied gemacht, ob er bereits eine Einmalvergütung erhalten hat oder nicht. Die Entschädigung entspricht dem Bezugstarif der Energie. Die rwt stellt sich den Anlagebetreibern somit kostenlos als Energiespeicher zur Verfügung. Allfällige über den eigenen Verbrauch eingespeiste Energie wird mit 5,8 Rappen pro kWh entschädigt. Der Herkunftsnachweis wird zusätzlich entschädigt.

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