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Flüchtlinge erst ab 2017 in Bazenheid

Die Micarna SA reagiert auf die zunehmende Zahl an Flüchtlingen. Mit dem Projekt «Maflü» will das Unternehmen anerkannten Flüchtlingen eine Grundlehre für den Einstieg ins Berufsleben in der Schweiz bieten. In Bazenheid dauert es allerdings noch.
Chris Gilb
Flüchtlinge bei der Führung durch den Micarna-Betrieb Courtepin. (Bild: Karl-Heinz Hug)

Flüchtlinge bei der Führung durch den Micarna-Betrieb Courtepin. (Bild: Karl-Heinz Hug)

BAZENHEID. Bereits diesen Sommer sollen am Micarna-Hauptsitz im freiburgischen Courtepin erste anerkannte Flüchtlinge im Rahmen des firmeneigenen Integrations- und Ausbildungsprojekts «Maflü» eine Grundausbildung in verschiedenen Berufen starten. Der Ausbildung geht ein sprachliches und kulturelles Integrationsprogramm in Zusammenarbeit mit dem Kanton Freiburg und sozialen Organisationen wie der Caritas voraus.

Erfahrungen mit Asylsuchenden

Ziel sei es, den Absolventinnen und Absolventen der Grundausbildung anschliessend eine Festanstellung innerhalb der Micarna anbieten zu können. Dass das Projekt zuerst in der Westschweiz und nicht am Micarna-Standort in Bazenheid realisiert wird, begründet die Micarna-Gruppe pragmatisch: In der Westschweiz beschäftige sie über eine Temporärfirma seit längerem Asylbewerber. Dadurch verfüge Courtepin bereits über die nötige Erfahrungsbasis, sagt Mediensprecher Roland Pfister. Doch hätten kürzlich auch mit dem Kanton St. Gallen erste Gespräche über eine Durchführung des Projekts in Bazenheid stattgefunden. Es sei in diesen jedoch erst um einen ersten Informations- und Interessenaustausch, aber noch nicht um die konkrete Umsetzung möglicher Massnahmen gegangen. «Erste Projektteilnehmer werden frühestens im Sommer 2017 in Bazenheid erwartet», sagt Roland Pfister.

Erst Erfahrungen auswerten

Ein weiterer Grund für den späteren Start in Bazenheid sei, dass das Unternehmen zuerst die Erfahrungen aus der Planungs- und Realisationsphase in Courtepin auswerten wolle. Denn das Projekt sei voller Herausforderungen. Eine grosse Hürde seien zum Beispiel die fehlenden sprachlichen Kenntnisse der Flüchtlinge. Aber auch kulturelle Unterschiede, und damit verbunden religiöse Verpflichtungen, gilt es zu berücksichtigen. «Die religiösen Verpflichtungen sind für die Micarna-Gruppe als Arbeitgeberin insofern relevant, weil in der Produktion auch Schweinefleisch verarbeitet und veredelt wird», sagt Pfister. Deshalb kämen nicht alle aufgenommenen Flüchtlinge für eine Teilnahme am Projekt in Frage. Das gelte aber nicht grundsätzlich. Denn selbst für Flüchtlinge aus moslemischen Ländern sei die Arbeit mit Fleisch selten ein Ablehnungsgrund. Das Schweinefleisch gelte bei ihnen zwar als unrein, nicht aber als heilig. Es dürfe deshalb nicht gegessen, jedoch verarbeitet werden.

Roland Pfister Mediensprecher Micarna-Gruppe (Bild: pd)

Roland Pfister Mediensprecher Micarna-Gruppe (Bild: pd)

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