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Flawils Schulratspräsident an vorderster Schul-Front

Christoph Ackermann, Schulratspräsident in Flawil, wurde kürzlich zum Präsidenten des Verbandes St. Galler Volksschulträger gewählt. Eine Wahl, die ihn freut. Ein Amt, in dem er etwas bewegen kann.
Zita Meienhofer
Vielfältig-bunt ist das Bild im Büro von Christoph Ackermann. Bunt und vielfältig ist seine neue Tätigkeit als Präsident des Verbandes der St. Galler Volksschulgemeinden. (Bild: Zita Meienhofer)

Vielfältig-bunt ist das Bild im Büro von Christoph Ackermann. Bunt und vielfältig ist seine neue Tätigkeit als Präsident des Verbandes der St. Galler Volksschulgemeinden. (Bild: Zita Meienhofer)

Als Christoph Ackermann seine erste Stelle als Lehrer antrat, damals in Gossau, war sein Chef, Schulratspräsident Markus Sprenger, Präsident des Verbandes St. Galler Volksschulträger (SGV). Ackermann wusste von diesem Präsidium, dachte jedoch nie daran, dass er es Jahre später selber innehaben würde. Nachdem er letztes Jahr in den Vorstand gewählt wurde, haben seine Vorstandskollegen ihm kundgetan, dass der damalige Präsident, Thomas Rüegg aus Rapperswil-Jona, bald einmal zurücktreten werde. Als dann der Vizepräsident aus zeitlichen Gründen für die Wahl nicht zur Verfügung stand, reichte Christoph Ackermann auf einstimmigen Vorschlag des Vorstandes seine Bewerbung ein – und wurde letztlich Ende April gewählt. Er habe viele positive Reaktionen auf seine Kandidatur erhalten, das gebe ihm Rückhalt. Zudem ist er sich bewusst, dass er durchwegs profitieren kann: «Es ist ein tolles Amt. Ich kann mein Kontaktnetz erweitern und in jeder Frage rund um das Thema ‹Schule und Bildung› an vorderster Front mitarbeiten.»

Themen, die den SGV beschäftigen

130 Schulträger, das sind politische Gemeinden, Schulgemeinden sowie private Schulkörperschaften, repräsentiert der Verband St. Galler Volksschulträger. Er ist eine Drehscheibe im Volksschulwesen, denn hier werden die Interessen gegenüber dem Bildungsdepartement, dem Kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverband (KLV) sowie der Vereinigung St. Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) vertreten. Der Vorstand setzt sich aus elf Personen zusammen. Das sind Schulpräsidentinnen oder Schulpräsidenten, Mitarbeiter der Schulverwaltung, Rektoren oder Leiter von privaten Schulen. Beschäftigen werden den Verband in naher Zukunft folgende Punkte: die neuen Beurteilungsrichtlinien, die Bekleidungsvorschriften für Schülerinnen und Schüler, die IT-Offensive und der Kostenteiler für die Sonderbeschulungen. Ein erstes Thema, das der Vorstand nun angehen will, ist das Anregen von Anpassungen im Schulfach «Ethik, Religion, Gesellschaft» (ERG). Dessen Umsetzung im Schulalltag führe zu organisatorischen und inhaltlichen Herausforderungen, sagt Christoph Ackermann. Auf dem Tisch liegt ebenso das Dossier «Talentschule». «Es muss nun klar definiert werden, wer aufgenommen wird und wie viel das kosten soll», erklärt der neue SGV-Präsident. Christoph Ackermann ist sich bewusst, dass Arbeit auf ihn zukommt. Arbeit, die er jedoch gerne macht, die ihn interessiert. «Vieles allerdings», sagt er, «gelangt nicht bis zum Vorstand, sondern wird direkt durch den Geschäftsstellenleiter und Juristen Markus Hellstern erledigt.»

Die beiden Ämter lassen sich miteinander vereinbaren

Die Übernahme des Präsidiums hat er sich gut überlegt und sagt, dass es nur möglich war, weil sein Pensum als Schulratspräsident in Flawil 90 Prozent betrage. «Das gibt mir Spielraum, um eine weitere Tätigkeit auszuführen», sagt er. Er könne einen halben Tag für den SGV einsetzen, ohne es gegenüber dem Arbeitgeber rechtfertigen zu müssen. Allerdings rechnet er damit, dass er mit Repräsentationsterminen am Abend oder Wochenende für die Tätigkeit des SGV-Präsidiums wöchentlich einen Tag benötigt. Er ist überzeugt, dass sich das Schulratspräsidium und das SGV-Präsidium miteinander vereinbaren lassen. «Es handelt sich oft um Fragestellungen, die ich sowieso hätte bearbeiten müssen.» Im Flawiler Gemeindehaus stiess Ackermanns Kandidatur nicht auf Ablehnung. Im Gegenteil, sie wurde mit Freude zur Kenntnis genommen. «In Flawil können wir nur davon profitieren», ist er überzeugt. Er ist zudem der Ansicht, dass er als Lehrer, ehemaliger Schulleiter und nun Schulratspräsident verschiedene Sichtweisen aus dem Schulalltag in ein Gremium einbringen kann, das sich aus Personen aus den unterschiedlichsten Berufssparten zusammensetzt.

Ein Wechsel nach acht Jahren ist sinnvoll

Ackermann, 51-jährig, hat nach seiner Ausbildung am Lehrerseminar zehn Jahre in Gossau als Lehrer gewirkt, zugleich das Pädagogikstudium an der Uni absolviert, anschliessend in der Bildungsverwaltung des Kantons Thurgau gearbeitet und später als Schulleiter nach Degersheim gewechselt. Vor fünf Jahren wurde zum Schulratspräsidenten von Flawil gewählt, wo er seit 1993 wohnhaft ist. Nach einer gewissen Anzahl Jahre hat seine berufliche Laufbahn immer wieder eine Veränderung erfahren. Entsprechend sieht er auch seine Perspektiven als SGV-Präsident. «Ich werde nicht 18 Jahre im Amt sein wie mein Vorgänger», so Ackermann, «ein Wechsel nach spätestens acht Jahren ist sinnvoll.» Voraussetzung dafür ist jedoch auch, dass er bei den nächsten kommunalen Erneuerungswahlen wieder als Flawiler Schulratspräsident gewählt wird. Dass ihn seine Tätigkeit in Flawil erfüllt, dass er Lust hat, in seinem neuen Amt zu wirken, das ist zu spüren und so sagt er:

«Ich habe wirklich Freude, in einem Beruf mit einer solch sinnvollen Aufgabe tätig sein zu können.»

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