Flawiler Preis für den Naturschutz

Das Geheimnis ist gelüftet. Der Flawiler Preis 2014 geht an den Naturschutzverein Flawil und Umgebung. Die mit 1056 Franken dotierte Auszeichnung wird an der Bürgerversammlung vom 25. November verliehen.

Andrea Häusler
Merken
Drucken
Teilen
2015 sind es 20 Jahre her, seit die sanierungsbedürftigen Drainagen im Botsberger Riet entfernt worden sind und das renaturierte Gebiet der Bevölkerung übergeben worden ist. (Bild: Andrea Häusler)

2015 sind es 20 Jahre her, seit die sanierungsbedürftigen Drainagen im Botsberger Riet entfernt worden sind und das renaturierte Gebiet der Bevölkerung übergeben worden ist. (Bild: Andrea Häusler)

FLAWIL. Silja Maranos Freude ist unüberhörbar. «Für uns war es eine Riesenüberraschung», sagt die Präsidentin des ausgezeichneten Naturschutzvereins. «Wir fühlen uns geehrt, betrachten den Preis als Wertschätzung unserer Arbeit in den Schutz- und Naherholungsgebieten.» Für Silja Marano ist die Anerkennung deshalb nicht selbstverständlich, weil sich das Engagement der Helferinnen und Helfer an der Peripherie des Dorfes abspielt. «Hier wird spaziert, gejoggt, entspannt. Die Auszeichnung zeigt uns, dass anerkannt wird, dass hier nicht nur einzigartige Naturschutzgebiete geschaffen worden sind, sondern auch gepflegt, unter- und damit erhalten werden.» Was der Naturschutzverein Flawil und Umgebung mit dem Preisgeld von 1056 Franken anfangen wird, ist noch offen. Willkommen ist es allemal. Steht doch, nebst den Hege- und Pflegearbeiten, nächstes Jahr ein Jubiläum an. «2015 sind es 20 Jahre, seit das drainierte Botsberger Riet renaturiert und der Bevölkerung übergeben worden ist.» Geplant ist, laut Silja Marano, ein Tag der offenen Tür. Dabei soll einerseits auf die Entwicklung des ehemaligen Torpen-Gebiets hingewiesen, anderseits aber auch aufgezeigt werden, wie hier die landwirtschaftlichen und naturschützerischen Interessen in Einklang gebracht werden konnten.

Ehrenamtlich und praktisch

Der Naturschutzverein Flawil setze sich seit Jahrzehnten für mehr Natur in der Gemeinde Flawil ein. Entsprechend sei er von der Jury als würdiger Preisträger erachtet worden, sagt Roman Weibel, Kommunikationsbeauftragter der Gemeinde Flawil. Eines der Vereinsziele sei es, der Bevölkerung die Natur näherzubringen. «Die Organisation tut dies mittels Exkursionen, Vorträgen, Kursen und Ausstellungen.» Der Naturschutzverein arbeitet ehrenamtlich und ist vorwiegend im praktischen Naturschutz tätig. So retten Mitglieder beispielsweise Frösche vor dem Strassentod und betreuen Nistkästen für Vögel. Ein Bestandteil des Vereins ist die Stiftung «Naturschutzreservate», zu der das «Botsberger Riet» und das «Girenmoos» gehören. Aufgabe der Stiftung ist es, eine naturgerechte Bewirtschaftung dieser Gebiete sicherzustellen.

Mitarbeit bei Projekten

Auch bei einzelnen öffentlichen wie auch privaten Projekten ist der Verein präsent. So ist das naturschützerische Wissen seiner Mitglieder, laut Roman Weibel, in die Projekte «Neubau Maestrani», «Stauanlage Buchholz» und «Gestaltung Buureweg» eingeflossen. Der Naturschutzverein Flawil setzt sich auch für naturnahe Grünflächen im Siedlungsraum, mehr Wiesen statt Rasen und den Einsatz von natürlichen Mitteln in Gärten ein. Die Preisverleihung findet am Dienstag im Anschluss an die Bürgerversammlung statt.