Flawiler ist Fernsehkritiker für einen Abend

Der Flawiler Hans Gehrig ist einer der Protagonisten in der Sendung «Hallo SRF»,
die Ende Oktober ausgestrahlt wird. Begonnen hat das Abenteuer aber mit einer Absage.

Tobias Bruggmann
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Gitarrensammler Hans Gehrig (links) und sein Sohn Jay werden von der SRF-Moderatorin Sabine Dahinten interviewt (Bild: SRF/ André Schneider)

Gitarrensammler Hans Gehrig (links) und sein Sohn Jay werden von der SRF-Moderatorin Sabine Dahinten interviewt (Bild: SRF/ André Schneider)

«Immer, wenn ich etwas Aussergewöhnliches mache, möchte ich dadurch auch vermitteln, dass es dafür Faszination und Passion für die Sache, meistens jede Menge Einsatz, sowie manchmal auch Mut braucht.»

Die Leidenschaft von Hans Gehrig spürt man von der ersten Sekunde des Gesprächs. Sie hat den Flawiler schon an verschiedene Orte geführt: Auf die Motocrossstrecke, zum Ironman auf Hawaii, in die Garage des Formel-1-Teams Sauber oder zu einer umfassenden Gitarrensammlung zuhause – jetzt hat ihn die Leidenschaft ins Fernsehen gebracht.

Besuch vom SRF

Die Sendung «Hallo SRF» wurde gemacht, damit der Sender mit seinem Publikum in Kontakt treten kann: Die Moderatoren von verschiedenen Sendungen besuchen jeweils einen Zuschauer zuhause, schauen gemeinsam die Sendung und diskutieren darüber. Sabine Dahinten, die Moderatorin von «Schweiz Aktuell» besuchte Hans Gehrig.

«Ich dachte zuerst, dass zu jeder Sendung mehrere Hausbesuche durchgeführt werden; habe dann aber erfahren, dass wir die Einzigen für «Schweiz Aktuell» sind.»

Andere Besuche wurden für die Rundschau, Tagesschau oder weitere bekannte Sendeformate umgesetzt.

Persönlicher Anruf der Moderatorin

Begonnen hat das Fernsehabenteuer aber mit einer Absage: «Ich bewarb mich spontan, habe aber nicht damit gerechnet, auch ausgewählt zu werden» Prompt kam ein negativer Bescheid. Nach einigen Tagen aber die Kehrtwende: «Sabine Dahinten hat mich persönlich angerufen und gefragt, ob ich noch immer mitmachen möchte.» Natürlich wollte er und so traten Gehrig und sein 16-jährige Sohn Jay in der vergangenen Woche vor die Fernsehkamera, die im heimischen Wohnzimmer aufgebaut wurde.

«Besonders positiv beeindruckt haben mich das TV-Team und Moderatorin Sabine Dahinden. Sie waren sehr sympathisch und locker.»

Das habe selten Nervosität aufkommen lassen, erklärt Gehrig. «Etwas ungewohnt ist die Vorgabe, dass man während der Gespräche nicht in die Kamera schauen soll.» Die Kamera hätten sie irgendwann vergessen.

«Die Atmosphäre war total entspannt. Ein schönes, unvergessliches Erlebnis für meinen Sohn und mich.»


Zwischen den einzelnen Drehsequenzen wurde viel über «Schweiz Aktuell» und das SRF generell gesprochen. «Ich schaue diese Sendung nicht regelmässig, aber sie gefällt mir durch ihre Vielseitigkeit und Aktualität, zudem wird aus allen Regionen der Schweiz berichtet. Ich finde auch die Moderation sehr gut.»

Auch Vorschläge mitgegeben

Dennoch habe er dem Filmteam auch Verbesserungsvorschläge mitgegeben:

«Man sollte einzelne Sendeformate interaktiver gestalten und mehr auf Jugendliche ausrichten.»

Sein Sohn kannte «Schweiz Aktuell» bis zum Dreh noch nicht und erklärte, wie seine Generation Medien konsumiert. «Ich nehme an, dass die Produzenten einen Teil der Inputs und Verbesserungsvorschläge aus den Besuchen umsetzen», sagt Hans Gehrig.

Aus den Aufnahmen, die während mehrerer Stunden aufgezeichnet wurden, schneidet das SRF einen dreiminütigen Beitrag, der in der Liveshow gezeigt wird. Angst, dass seine Aussagen verzerrt dargestellt werden, hat Gehrig nicht: «Ich bin gespannt, auf den Beitrag.»

Hinweis
«Hallo SRF» wird am 31. Oktober um 20.05 Uhr auf SRF 1 gezeigt.