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Flawiler Badi rüstet gegen Einbrecher auf

Andrea Häusler
Bereit für den Saisonstart am 10. Mai: die Flawiler Badi «Böden». (Bild: Andrea Häusler)

Bereit für den Saisonstart am 10. Mai: die Flawiler Badi «Böden». (Bild: Andrea Häusler)

Flawil Das Mass ist voll. Die Einbrüche im vergangenen Jahr haben das Fass zum überlaufen gebracht. Gleich zweimal waren während der Saison 2017 Unbekannte nachts ins Flawiler Freibad eingedrungen, hatten Geld und Zigaretten entwendet und erhebliche Schäden an der Infrastruktur angerichtet. Bereits in den Jahren zuvor war es wiederholt zu Einbrüchen gekommen. Wobei sich diese im Sommer 2013 zur eigentlichen Serie summiert hatten: Viermal war die Badi von Einbrechern heimgesucht worden – dreimal innerhalb von drei Wochen. Bereits damals hatte die Gemeinde als Eigentümerin des Freibads Massnahmen angekündigt, von einer Umsetzung jedoch abgesehen.

Alarmanlage statt Videoüberwachung

Im Hinblick auf die Eröffnung der Badi Böden am 10. Mai hat die Gemeinde nun Nägel mit Köpfen gemacht. «Wir werden alle wichtigen Räume mit einem Einbruchschutz versehen», sagt Oliver Gehrer, Leiter Liegenschaften. Welche Räume dies sind, will er aus nachvollziehbaren Gründen nicht ausführen, sagt aber: «Mit dem Alarm wird eine Meldung direkt an die Einsatzzentrale der Kantonspolizei und an die Gemeinde übermittelt.» «Wir mussten reagieren», macht Gehrer klar. Die Einbrüche und deren Folgeschäden seien erheblich ins Geld gegangen. Auch für den Kioskbetreiber René König. Denn die sich summierenden Schadenfälle wirkten sich auf die Höhe der Versicherungsprämien aus.

Oliver Gehrer ist von der Wahl des Einbruchschutzes überzeugt. Diese sei auch in Absprache mit der Kantonspolizei getroffen worden. Von einer Videoüberwachung habe man aus verschiedenen Gründen abgesehen. Auch deshalb, weil Aufnahmen im Umfeld eines Freibades per se heikel seien. «Es geht um die Verhältnismässigkeit», sagt Gehrer. Die Kosten und die Einschränkungen für die Öffentlichkeit müssten in Relation zum Nutzen stehen. Obwohl Videoaufzeichnungen durchaus auch Vorteile böten. Beispielsweise bei der Überwachung der Becken während des Badebetriebs.

Kommt hinzu, dass sich «Bubenstreiche» und Vandalenakte mit einer Alarmsicherung der relevanten Bereiche allein nicht verhindern lassen. Erst im Juli 2016 hatten Unbekannte Aschenbecher, einen Wassersauger und Betonsitzbänke ins Wasser geworfen und damit den Beckenboden beschädigt. Hinzu kamen mit Fäkalien verschmierte Garderoben. Die Schadensumme: 12000 Franken.

Neue Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb

Mit dem Start der Schwimmbadsaison wird übrigens auch die Wasseraufbereitungsanlage durch eine Natrium-Hypochlorit-Anlage ersetzt. Die Bestehende erfüllte die geltenden neuen Vorschriften nicht mehr. Im Budget 2018 sind für die Anpassung der Anlage sowie für die Erneuerung des Technikschrankes total 120000 Franken enthalten. Im Investitionsplan 2019-2022 sind für die Erneuerung der Solaranlage, den Ersatz der Badewassertechnik sowie die Sanierung des Dachaufbaus insgesamt 500000 Franken vorgesehen.

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