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Flawiler Badi:
Parkplatzchaos trotz Gebührenpflicht

Je höher die Temperaturen, desto voller die Freibäder. In diesen Tagen wird auch die Flawiler Badi Böden von Gästen buchstäblich geflutet. Doch so gross wie der Spass im kühlen Nass ist der Ärger über das neue Parkplatzregime.
Andrea Häusler
Ein mobiles Hinweisschild weist auf die Möglichkeit des Freilandparkierens hin – neu allerdings gegen Gebühr.

Ein mobiles Hinweisschild weist auf die Möglichkeit des Freilandparkierens hin – neu allerdings gegen Gebühr.

Eine junge Mutter macht die Rechnung auf Facebook: «Eine erwachsene Person mit zwei zahlungspflichtigen Kindern zahlt für den Eintritt in die Flawiler Badi – inklusive Parkplatzgebühr für einen Tag – 18 Franken. Und gegessen hat man dafür noch nicht mal ein Glace.» Das ginge selbstverständlich günstiger: bei einer Anreise zu Fuss oder mit dem Velo. Genau dazu wollte der Gemeinderat motivieren, als er vergangenes Jahr den Ausbau des bestehenden Parkplatzes und die Bewirtschaftung der Parkplätze beschlossen und auf diese Saison hin umgesetzt hatte.

Trotz Erweiterung des offiziellen Parkplatzes und ungeachtet der wiederholten Aufrufe zum Verzicht auf das Auto für den Badibesuch wird, wie in früheren Jahren, auf der Wiese parkiert.

Trotz Erweiterung des offiziellen Parkplatzes und ungeachtet der wiederholten Aufrufe zum Verzicht auf das Auto für den Badibesuch wird, wie in früheren Jahren, auf der Wiese parkiert.

Aufgegangen ist die Strategie bislang nicht. Die «unbefriedigende Parkierungssituation», mit der die Einführung der Gebührenpflicht begründet worden war, ist unbefriedigend geblieben. Und das Parkieren auf der freien Wiese wurde nicht wie angekündigt eliminiert, sondern temporär legalisiert. «Bei Bedarf kann der Bademeister ausnahmsweise die südöstlich gelegene Wiese als ebenfalls gebührenpflichtige Parkfläche öffnen», steht auf einem der Schilder. Solche gibt es mehrere. Eines untersagt auch das Parkieren auf der bestehenden Parkplatzbucht an der Degersheimerstrasse. «Ausgenommen Gesellschaftswagen und Kleinbusse» heisst es explizit in schwarzen Lettern. Die meisten Automobilisten schert das nicht.

Zuparkiert: die für Kleinbusse von Gruppen (Schulen) reservierten Plätze.

Zuparkiert: die für Kleinbusse von Gruppen (Schulen) reservierten Plätze.

Busangebot wird geprüft

Gemeindepräsident Elmar Metzger redet die Situation nicht schön, räumt stattdessen ein, die Macht der Gewohnheit unterschätzt beziehungsweise den unmittelbaren Effekt der Gebührenpflicht überschätzt zu haben. Insbesondere was den Faktor Zeit anbelange. «Es dauert offensichtlich länger, bis die Massnahmen greifen», sagt er. Damit begründet er auch das erlaubte Parkieren auf der Wiese. «Im Sinne einer Notlösung», wie er betont.

Ziel des Gemeinderats bleibt die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs zum Freibad. Dieses liegt allerdings rund einen Kilometer ausserhalb des Zentrums an einer viel befahrenen Strasse. Insbesondere für kleinere Kinder ist dadurch die Erreichbarkeit mit dem Velo erschwert. Auch deshalb will der Gemeinderat auf die kommende Badesaison hin erneut prüfen, ob ein Busangebot geschaffen werden kann.

Bis dahin bleibt an der Degersheimerstrasse alles beim Status quo. Und übrigens: Wer bei den Gebühren tricksen will, ist schlecht beraten. «Die Parkplätze werden von der Kantonspolizei und dem Sicherheitsverbund Region Gossau konsequent überwacht», sagt Elmar Metzger.

«Extrême» teuer?

Region  Hunger hin oder her. Eines gehört zur Badi wie das Wasser im Becken: die Glace. Entsprechend umfangreich ist das Angebot an Eisspezialitäten unterschiedlichster Hersteller, welches in den Kühltruhen der Kioske und Restaurants auf Schleckmäuler wartet. Vom vergleichsweise günstigen Wassereis-Klassiker namens Rakete bis zum neu lancierten, sämigen Oreo-Rahmglace-Stengel findet jeder, was ihn gelüstet. Vorausgesetzt, er lässt sich von den Verkaufspreisen nicht die Laune verderben. Denn Schnäppchenangebote wie im Discounter sucht der Badegast in sämtlichen Freibädern der Region vergeblich. Preisunterschiede sind aber durchaus auszumachen. So kostet ein Frisco-Vanille-Cornet der Edition «Extrême» in Flawil, Oberuzwil und Uzwil einheitlich 3.50 Franken. Günstiger ist der Preis im Badirestaurant in Degersheim, wo das Cornet für 3.10 Franken über den Tresen geht. Am preiswertesten ist das Vergleichsprodukt in der Badi Weierwiese in Wil. Mit 3 Franken muss hier die Kundschaft knapp 15 Prozent weniger zahlen als in Flawil, Oberuzwil und Uzwil. Der Preis in Wil liegt übrigens 10 Rappen über der Verkaufspreisempfehlung des Herstellers, die beim Produkt «Vanille Extrême» bei 2.90 Franken liegt. (ahi)

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