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FLAWIL: Wege zum Friedhof werden länger

Die Gemeinde will die zweite Sanierungsetappe «Enzenbühlstrasse» ausführen, die Kirchgemeinde das Kirchenareal aufwerten. Die Projekte wurden koordiniert, eine gegenseitige Abhängigkeit besteht aber nicht.
Andrea Häusler
Pascal Bossart, Gemeinderat und Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Flawil, präsentiert die planerischen Ideen für die Neugestaltung der Umgebung der Kirche St. Laurentius. (Bilder: Andrea Häusler)

Pascal Bossart, Gemeinderat und Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Flawil, präsentiert die planerischen Ideen für die Neugestaltung der Umgebung der Kirche St. Laurentius. (Bilder: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Garstig waren die Bedingungen an der öffentlichen Begehung am Dienstagabend. Entsprechend wenige Bürgerinnen und Bürger liessen sich vom Geschäftsleiter Bau und Infrastruktur, René Bruderer, sowie dem Kirchenpräsidenten und Gemeinderat Pascal Bossart am Ort über die Projekte informieren. Fragen gab es hingegen zuhauf, kritische Anmerkungen ebenfalls. Vor allem in Bezug auf die geplante Aufhebung der Parkplätze beim Friedhof. Obwohl für diese Ersatz geschaffen wird. Auf der Westseite der Meierseggstrasse sind drei Längsparkplätze geplant, zwei weitere an der Enzenbühlstrasse. Besser hätte man die Friedhofmauer verschoben, lautete ein Einwand. Die Fahrzeuge hätten dadurch mehr Platz gehabt und das Trottoir nicht mehr beansprucht. «Der Aufwand wäre unverhältnismässig gewesen», sagte Pascal Bossart. Das rund 125 m2 grosse Areal soll nun als Gemeindestrasse 1. Klasse in den Gemeindestrassenplan aufgenommen werden.

Die zweite Etappe der Strassensanierung schien hingegen weitgehend unumstritten zu sein. Diese schliesst nahtlos an die erste Etappe an, sieht ebenfalls eine teilweise Verschmälerung der Strasse zu Gunsten des Trottoirs vor und bringt die Aufhebung der Bushaltestelle mit sich. Im Bereich des Isny-Kreises sei das Bauvorhaben auf das Kantonsstrassenprojekt Wiler-/St. Gallerstrasse abgestimmt: «Was jetzt gebaut wird, muss später nicht wieder angepasst werden», versicherte René Bruderer. Sollte die Einsprachefrist unbenützt ablaufen, würde mit der Ausführung des Strassenbauprojekts im kommenden Frühjahr begonnen werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 495000 Franken.

Rückmeldungen zu Kiesbelägen

Gebaut wird auch südlich und östlich der katholischen Kirche. Hier projektiert die Kirchgemeinde. Die Parkplätze zwischen Kirchenvorplatz und Enzenbühlstrasse sollen weg, das Areal mehr Aufenthaltsqualität bieten, Raum lassen für die Platzierung von Sonnen-, bzw. Regenschirme und Sitzgelegenheiten. Geplant ist ferner der Ersatz des Kieses durch einen behindertengerechten Belag. Zwei Musterflächen neben dem Pfarreizentrum ermöglichen ein Probebegehen. Die Variante mit dem verklebten Kies wird das Rennen kaum machen. Die Rückmeldungen tendierten zum Einbau einer dünnen, losen Kiesschicht, sagte Pascal Bossart.

Die Planung des Kirchenareals – noch fehlt für deren Umsetzung der Segen der Kirchbürgerschaft – sieht auch den Einbezug und die Aufwertung des Pfarrgartens vor. Über diesen sollen zudem die (Ersatz-)Parkplätze am Kapellenweg erschlossen werden. Zumindest für die Fussgänger. Dazu ist ein Mauerdurchbruch nötig.

Verbreiterung des Kapellenwegs

Automobilisten erreichen den Parkplatz, der nach dem Abbruch der kircheneigenen Liegenschaft «Kapellenweg 7» erweitert wird, über den Kapellenweg. Dieser soll leicht verbreitert werden. Pascal Bossart sprach von rund 20 Zentimetern auf 3.20 Meter. Das Kreuzen zweier Fahrzeuge wird weiterhin nicht möglich sein. Ein Punkt, der auf Kritik stiess. Obwohl die Übersicht gewährleistet und Warteraum zur Verfügung stehe, wie Bossart argumentierte. Mehrere Anwesenden favorisierten eine Einbahnlösung. Der Kapellenweg soll neu als Gemeindestrasse 3. Klasse klassiert werden. Wo aber werden die heutigen Mieter parkieren, wenn die bestehenden und neuen Parkplätze am Kapellenweg mit Ticketautomaten bewirtschaftet werden? Am selben Ort, sagte Pascal Bossart. Die neue Regelung werde für die Mitarbeitenden eher günstiger werden.

Ob der gedeckte Veloständer für Kirchen- und Pfarreizentrumbesucher tatsächlich am Kapellenweg gebaut wird, ist nach dem Informationsabend nicht mehr sicher. Geht es nach dem Willen verschiedener Bürger, soll dort ein Abstellplatz für Cateringfahrzeuge eingeplant werden.

Auflagefrist endet am 14. Dezember

Das Sanierungsprojekt «Enzenbühlstrasse, 2. Etappe» sowie die Teilstrassenpläne «Kapellenweg» und «Friedhofvorplatz» liegen seit gestern im Flawiler Gemeindehaus öffentlich auf. «Die Einsprachefrist dauert bis zum 14. Dezember.

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