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FLAWIL: St.Galler Kantonalbank baut Bankschalter ab

Der digitale Wandel durchdringt auch den Bankbereich. Die St.Galler Kantonalbank richtet sich darauf aus. Das manifestiert sich im Umbau der Niederlassungen. Eine der ersten davon ist Flawil.
Philipp Stutz
Die Flawiler Niederlassung der St. Galler Kantonalbank an der Bahnhofstrasse 11 wird derzeit umgebaut. (Bilder: Philipp Stutz)

Die Flawiler Niederlassung der St. Galler Kantonalbank an der Bahnhofstrasse 11 wird derzeit umgebaut. (Bilder: Philipp Stutz)

Philipp Stutz

philipp.stutz@wilerzeitung.ch

"Überall, wo wir mit Niederlassungen vertreten sind, ist unser Marktanteil deutlich höher, und wir wachsen dort auch viel rascher als in Gebieten ohne Präsenz vor Ort", hat Roland Ledergerber, Chef der St.Galler Kantonalbank, in einem Interview mit dieser Zeitung gesagt. Beratungsintensive Geschäfte wie Anlagen, Eigenheimkauf, Vorsorge oder Pensionsplanung erfolgten noch immer in erster Linie persönlich.

"Die Nähe zu unseren Kunden ist für uns wichtig", bestätigt Franz Bärlocher, seit 20 Jahren Leiter der Niederlassung in Flawil, und fügt hinzu: "Unser dichtes Niederlassungsnetz in den Kantonen St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden ist daher zentral. Wir möchten unsere Kunden in modernen Räumlichkeiten persönlich beraten." Daher werde laufend ins Niederlassungsnetz investiert und jährlich eine bis zwei der 39 Niederlassungen umgebaut.

"Klassische Schaltergeschäfte haben sich reduziert." Franz Bärlocher, Leiter Niederlassung Flawil (Bild: Philipp Stutz)

"Klassische Schaltergeschäfte haben sich reduziert." Franz Bärlocher, Leiter Niederlassung Flawil (Bild: Philipp Stutz)

Dennoch macht die Digitalisierung auch vor dem Bankengeschäft nicht Halt. "Klassische Bankschaltergeschäfte haben in den letzten Jahren stark abgenommen", sagt Franz Bärlocher. Immer mehr Leute erledigten diese bequem per E-Banking oder Bancomat. Dieser Trend werde sich weiter verstärken, darum richte die Kantonalbank ihre Niederlassungen entsprechend aus.

Zwei-Zonen-Konzept kommt zum Zug

Ab diesem Jahr werden alle Niederlassungen nach dem Zwei-Zonen-Konzept umgebaut. Flawil ist die erste davon. Persön- liche Beratung und digitale Lösungen sollen sich ergänzen. "Eine moderne Zwei-Zonen-Bank bietet bessere persönliche Beratungsmöglichkeiten und eine erweiterte Selbstbedienung mit modernen Bancomaten", sagt Franz Bärlocher. Der klassische Schalter mit Trennglas zwischen Bankmitarbeitenden und der Kundschaft verschwinde. Auch das Erscheinungsbild der neuen Räumlichkeiten werde sich verändern. "Da dürfen sich unsere Kunden überraschen lassen", sagt Bärlocher. In Flawil arbeiten 17 Personen, davon 5 Auszubildende. Die Projektkosten für den Umbau werden nicht im Detail kommuniziert. "Ich kann aber sagen, dass die St.Galler Kantonalbank jedes Jahr 8 bis 10 Millionen Franken in ihr Niederlassungsnetz investiert", gibt der Flawiler Bankleiter Auskunft.

Das Innere des Gebäudes wird vollständig umgestaltet. (Bild: Philipp Stutz)

Das Innere des Gebäudes wird vollständig umgestaltet. (Bild: Philipp Stutz)

Um die Dienstleistungen auch während des Umbaus aufrechtzuerhalten, musste auf ein Provisorium ausgewichen werden. "Die Arbeit in diesen Räumen war für unsere Mitarbeitenden und sicher auch für unsere Kunden eine Umstellung, alle haben sich mittlerweile aber gut daran gewöhnt", sagt Franz Bärlocher. Doch man freue sich auch darauf, Kundinnen und Kunden im Juni dieses Jahres in den neuen, modernen Räumlichkeiten an der Bahnhofstrasse 11 empfangen zu dürfen.

Die Büros in den beiden Obergeschossen im angestammten Gebäude werden zu Mietwohnungen umgebaut. Hat die SGKB dadurch weniger Platz? Franz Bärlocher verneint. Räume der Bank befänden sich nach wie vor im Erdgeschoss und im ersten Stock. Auf dem zweiten Geschoss, wo zuvor Büros extern vermietet waren, entstehen neu Wohnungen, gleich wie im dritten Stock.

Seit dem Jahr 1934 in Flawil präsent

Die SGKB ist seit 1934 in Flawil präsent. Die Mitarbeitenden engagieren sich auch in ihrer Freizeit in der Region. Die Kantonalbank unterstützt das zusätzlich, indem sie ihnen jährlich zwei Arbeitstage für Freiwilligenarbeit zur Verfügung stellt. "Wir haben letztes Jahr zum Beispiel im Walter-Zoo Gossau, der Klinik Wil oder beim Baumwipfelpfad Mogelsberg mitgeholfen", führt der 61-Jährige weiter aus.

Die Kantonalbank dürfe auf eine treue Kundschaft aus Flawil und Umgebung zählen. "Und mit dem Neubau geben wir ein klares Bekenntnis zu Flawil und unserer hiesigen Kundschaft ab", betont Franz Bärlocher.

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