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FLAWIL: Riet soll noch blumiger werden

Nach 2013 und 2015 will die Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung das Botsberger Riet wieder mit Wildblumenwiesen aufwerten. Geplant ist eine Neuansaat auf insgesamt 1800 Quadratmetern.
Andrea Häusler
Die Artenvielfalt im Botsberger Riet soll weiter erhöht werden. Bereits im Frühjahr will die Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung auf weiteren Flächen Wildblumen aussäen. (Archivbild: Reto Martin)

Die Artenvielfalt im Botsberger Riet soll weiter erhöht werden. Bereits im Frühjahr will die Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung auf weiteren Flächen Wildblumen aussäen. (Archivbild: Reto Martin)

Andrea Häusler

redaktion@wilerzeitung.ch

Künstlich angelegte, artenreiche Naturwiesen gibt es im Botsberger Riet bereits seit Sommer 2013. Im Frühjahr hatte die Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung am Weg zum Oberen Botsberg eine 250 Quadratmeter grosse Wildblumenwiese angesät. Ziel des Versuchs war es, die Artenvielfalt zu erhöhen. Die Ergebnisse überzeugten und führten zu einer Ausdehnung des Projekts im Jahr 2015.

Dieses Mal fielen die Resultate unterschiedlich aus. So zeigte sich, dass Torfböden für Ansaaten schlecht geeignet sind. Die Pflanzen auf den weitgehend aus Weiher-Aushubmaterial (Seekreide) bestehenden Dämmen aus dem Jahre 1994 entwickelten sich hingegen gut. Die grösste Artenvielfalt war am Südhang unterhalb des Oberen Botsbergweges zu beobachten. Hier war seinerzeit die Humusschicht abgetragen und die Saaten von 2013 und 2015 auf mageren, trockenen Unterlagen ausgebracht worden.

Humusverwendung zum Ausgleich von Setzungen

Basierend auf den bisherigen Erfahrungen will nun die Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung die Biodiversität im Botsberger Riet durch die Aussaat weiterer Blumenwiesen zusätzlich fördern. Bereits im April dieses Jahres soll am Oberen Botsberg, als Verlängerung der bestehenden Wildblumenwiesen, eine Trockenwiese angesät werden. Die geplante Fläche umfasst 400 Quadratmeter.

Als Saatbeetvorbereitung hat sich das Abhumusieren der nährstoffreichen Vegetationsschicht (ca. 15 cm Humus) mit dem Bagger bewährt. Dadurch wird die Aussaatfläche zum Zeitpunkt der Aussaat nährstoffarm und frei von Fremdbewuchs, der das Anwachsen der Blumen und Gräser konkurrenzieren würde.

Die anfallenden rund 60 Kubikmeter Humus werden direkt aufgeladen und zum Ausgleichen von ungleichmässigen Setzungen aufgrund des organischen Abbaus von Torf im Bereich von Drainageleitungen im Pachtboden von Ruedi Hardegger verwendet.

Kosten von 6000 Franken bei viel Fronarbeit

Darüber hinaus sind zwei weitere Flächen an der Torpenrietstrasse zur Aussaat vorgesehen. Hier liegt das Aushubmaterial, das bei der Wiederherstellung der Weiherfläche im Januar 2017 ausgebaggert und im Mai im Naturschutzgebiet deponiert und planiert worden war (Seekreide). Eine der beiden Flächen umfasst zirka 800 Quadratmeter, die zweite rund 600 Quadratmeter. Für die Saatbettvorbereitung und die Ansaat aller Flächen rechnet die Stiftung mit Gesamtkosten von 6000 Franken, wobei die grösseren Beträge auf das Abhumusieren am Oberen Botsberg (1500 Franken) und das UFA-Saatgut (2500 Franken) entfallen. Die Stiftung Naturschutzreservate Flawil und Umgebung sieht vor, die Handarbeiten am Oberen Botsbergweg, das manuelle Aufbereiten des Saatbettes, das Säen und Anwalzen des Saatgutes in Fronarbeit auszuführen.

Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen hat bereits im Frühjahr 2017 einen Beitrag von 50 Prozent der Gesamtkosten (maximal 3000 Franken zugesichert. Die Gemeinde Flawil hat ausserdem den Betrag von 3000 Franken ins bereits genehmigte Budget 2018 aufgenommen.

Das Projekt liegt derzeit im Gemeindehaus öffentlich auf. Ein reibungsloses Bewilligungsverfahren vorausgesetzt, können die Arbeiten der Stiftung Naturschutzreservate bis im Juli dieses Jahres abgeschlossen werden.

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