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FLAWIL: Mit Spass gegen Lampenfieber

Am öffentlichen Casting für das Musical «9 to 5» des Flawiler Vereins Musicalfieber bestätigte sich, was vermutet worden war: Männer waren Mangelware. Nichtsdestotrotz ist die Bühnentruppe nun evaluiert.
Christine Gregorin
Eine innert kürzester Zeit einstudierte Choreografiesequenz gibt Aufschluss über Taktgefühl und tänzerisches Können. (Bild: Christine Gregorin)

Eine innert kürzester Zeit einstudierte Choreografiesequenz gibt Aufschluss über Taktgefühl und tänzerisches Können. (Bild: Christine Gregorin)

Christine Gregorin

redaktion@wilerzeitung.ch

Regiesseur Philipp Guldimann übernimmt den Einstieg. Die sogenannte Samuraiübung wirkt unverzüglich als Eisbrecher. Eingebettet in die angedeutete Schlagbewegung soll ein Schrei Kraft und Konzentration bündeln. Nach einem eher verhaltenen Start ist mit dem ersten herzhaften Lacher die bisher fast greifbare Nervosität wie weggeblasen. Zehn Frauen und der eine Mann lassen sich voll und ganz auf das Casting im Oberstufensingsaal ein.

Schlichtes Gehen – gemächlich, zügig und gehetzt, glücklich, ärgerlich, in Posermanier oder ein royales Rencontre mit dem persönlichen Bediensteten – bildet das Warm-up zu den folgenden Improtheatersequenzen. Im Anschluss an die Sichtung der tänzerischen Fähigkeiten präsentieren sich die Teilnehmerinnen und der Teilnehmer im Riff-off-Singen durchs Band überaus teamkompatibel. «Es mues nöd schö si, es goht um dä Spass», motiviert Regisseur Severin Pfeffer die Clique. Dann beginnt eine Kandidatin im Kreis ein Lied zu intonieren und wird schon nach wenigen Zeilen abgelöst. Es gilt, irgendeine Komponente des vorangehenden Songs zu übernehmen oder daran anzuknüpfen. Niemand wird hängen gelassen und muss allzu lange im Zirkel schmoren. Eventuelle Textunsicherheiten werden mit Hilfe von umso raffinierteren und gewitzten Übergängen wettgemacht. Eine bereichernde Kollektiverfahrung unter mutmasslichen Konkurrenten für die aktuell zu vergebenden Rollen im Musical «9 to 5», das im Mai nächsten Jahres sechs Mal aufgeführt wird.

Mit viel Freude an der Arbeit

Den achtsamen Augen und Ohren der Jury scheint kein vermeintlich noch so unbedeutendes Detail zu entgehen. Profihaft setzen die Regisseure Severin Pfeffer und Philipp Guldimann, Jacqueline Koller und Yara Schmitter (beide Gesang) sowie Janine Messerli (Tanz und Choreografie) ihr Pokerface auf und lassen sich weder zu positiven noch zu negativen Reaktionen hinreissen. Einzig der omnipräsenten Situationskomik können sich die Verantwortlichen vom Verein Musicalfieber Flawil nicht entziehen. Schlagfertig in Szene gesetzte Texte oder Gesang sowie die passende Körpersprache, Mimik und Gestik verleiten wiederholt zum Schmunzeln. «Es ist fantastisch, wie sich die Teilnehmer eingebracht haben», konstatiert Philipp Guldimann. Hätte er mehr Zeit gehabt, hätte er gerne weitere Improvisationsübungen gemacht, um noch mehr in die Tiefe gehen zu können.

Gute Truppe nach spannendem Casting

Auf die Zusammenarbeit mit diesen zum Teil sehr jungen Talenten freut er sich; überzeugt, noch mehr Potenzial herausarbeiten zu können. Jede und jeder wird seine Fähigkeiten einbringen können, davon ist er überzeugt. «Die Besetzung der Rollen ist uns aufgrund der so hoffnungsvollen Teilnehmer sehr schwer gefallen», ergänzt Severin Pfeffer.

Die Jury habe viele neue, talentierte Leute kennenlernen dürfen, das Casting sei sehr spannend und lebendig gewesen. «Ich denke, dass wir nun eine sehr gute Gruppe zusammen haben», freut er sich hoch zufrieden.

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